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Construcciones Aeronáuticas SA (CASA) war ein 1923 gegründeter Flugzeughersteller aus Spanien der im Jahre 1972 die zweite große Flugzeugfabrik Hispano Aviación S.A. übernahm und seit 1999 als EADS-CASA und damit als spanischer Teil des multinationalen europäischen Luftfahrtkonzerns EADS firmiert.
Geschichte
CASA (1923-1999)
Die
Construcciones Aeronáuticas SA (CASA) wurde von
José Ortiz de Echagüe am
3. März 1923 in
Sevilla gegründet. Die neue Firma begann sogleich mit der
Wartung der zumeist importierten
Flugzeuge diverser Hersteller. Im Mai
1928 wurde in
Cádiz im süden des Landes eine neue Fabrik mit den modernsten
elektrotechnischen Anlagen von ganz
Spanien errichtet und gleichzeitig beginnt die Firma ihren ersten eigenen Flugzeugtyp zu entwickeln. Drei Jahre später erscheint das erste von CASA eigenständig entwickelte Flugzeug, die
1930 vorgestellte
CASA I. Im selben Jahr besuchte
König Alfons XIII. die Fabrik in
Cádiz. Während des
spanischen Bürgerkrieges wartete und reparierte CASA die im Einsatz befindlichen Flugzeuge der
spanischen Nationalisten unter
General Francisco Franco. Noch während des Bürgerkrieges beginnt die
Lizenzfertigung der dreimotorigen
Junkers Ju 52/3m aus
Deutschland als
CASA 352, dessen Produktion noch viele Jahre weiterlaufen sollte. In den folgenden Jahren erschienen einige neue
Landflugzeug- und
Wasserflugzeug-Projekte die zum Teil als
Prototypen gebaut wurden aber letztlich nicht in die Serienproduktion gingen. Während des
zweiten Weltkriegs, an dem
Spanien jedoch nicht beteiligt ist, begann
1940 nach Lizenz von
Heinkel die Herstellung der Bomber
Heinkel He 111 als
CASA 2111.
1943 kauft die spanische Regierung insgesamt 33% von CASA und beginnt damit mit der langsamen Umwandlung von CASA zu einem Staatskonzern.
1945 wird in der Hauptstadt
Madrid ein neues auf Modellbau und Herstellung mechanischer Komponenten spezialisiertes Werk eröffnet. Im April
1945 wird CASA eine in
Barcelona gelandete
Junkers Ju 90 der
Lufthansa zur Erprobung und Überholung übergeben, ein angedachter Nachbau der großen Ju 90 ließ sich aus verschiedenen Gründen (Zusammenbruch des
Deutschen Reichs und andere logistische Unzulänglichkeiten) nicht realisieren, aber diese Maschine kam bei der staatlichen
Fluggesellschaft Iberia noch einige Jahre zum Einsatz. In der Folge wurde
1946 die Entwicklungsabteilung neu gegründet, um erneut eigene
Flugzeugtypen mit eigener
Technologie zu entwickeln, da einige Probleme der Vergangenheit wie z.B. der
spanische Bürgerkrieg das Unternehmen zu einem Hersteller von Flugzeugen nach ausländischer
Lizenz werden ließen, die über keine eigene Technologie-Basis für eigene
Projekte mehr besaß und daher im internationalen Vergleich stark an Boden verloren hatte. In den kommenden Jahren nach dem Krieg und der politischen Isolation seitens der
alliierten Mächte und besonders der
USA war CASA neben der Lizenzproduktion deutscher Maschinen von
Bücker,
Heinkel und
Junkers für die eigenen
Luftstreitkräfte (
Ejército del Aire Español) weiterhin hauptsächlich mit der Instandhaltung und Wartung von Flugzeugen der verschiedensten Hersteller beschäftigt die nach wie vor in
Spanien im Einsatz waren, begann aber gleichzeitig wie geplant auch wieder mit der Entwicklung neuer eigener
Flugzeugtypen. In den
50er Jahre Jahren erschienen dann auch diverse neue
Verkehrsflugzeuge wie die
C 201 Alcotan, die
C 202 Halcon sowie die
C 207 Azor, drei Maschinen welche jedoch allesamt im Vergleich zu
US-amerikanischen Typen wie die
Douglas DC-4 oder
DC-6 schon bei ihrer Vorstellung nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit waren und daher außerhalb von
Spanien keine Käufer fanden. Im Jahre
1957 erhielt CASA im Zuge der durch den
kalten Krieg bedingten Annäherung an die
USA einen
Vertrag zur
Instandhaltung und
Wartung der im Rahmen der
NATO in
Europa (und auch in
Spanien selbst) stationierten
F-100 Super Sabre-
Kampfflugzeuge der
US-amerikanischen Luftstreitkräfte, was die wirtschaftliche Situation und damit die Existenz der Firma nunmehr langfristig sicherte. Später erhielt CASA von der spanischen Regierung einen Auftrag die in den
USA gebauten
Schulflugzeuge
Lockheed T-33A Shooting Star zu modernisieren. Durch neue Aufträge finanziell gestärkt übernahm
Construcciones Aeronáuticas S.A. 1972 den zweiten größeren
Flugzeughersteller Spaniens
Hispano Aviación S.A. und wurde mit anderen Herstellern aus
Frankreich,
Deutschland und
Großbritannien Mitglied des in jenem Jahr gegründeten
Airbus-Konsortiums. Trotz der Übernahme von Hispano wurde die
Firmierung des Unternehmens nicht geändert und behielt seine Bezeichnung weiterhin bei. Als die
spanische Luftwaffe ein neues
Schulflugzeug benötigte um die alternden
Hispano HA-200 Saeta,
Lockheed T-33A Shooting Star und
North American T-6 Texan zu ersetzen, wurde
1975 als erstes wirklich modernes CASA-Flugzeug mit Unterstützung von
MBB aus
Deutschland und
Northrop aus den
USA die
C.101 Aviojet entwickelt und gebaut. Dieses kleine
Düsenflugzeug kann auch als leichtes
Erdkampfflugzeug eingesetzt werden, fand als spanisches Flugzeug erstmals auch einige Käufer im Ausland und fliegt noch heute bei der spanischen
Kunstflugstaffel
Patrulla Águila. In den
80er Jahren begann die Entwicklung der
C.212 Aviocar, aus der eine ganze Familie von leichten
Transportflugzeugen für militärische oder zivile Einsätze entstand und auf dem internationalen Markt sehr erfolgreich war. Der spanische Staat erhöhte seit
1943 im Laufe der Zeit seine finanzielle Beteiligung an CASA und besaß
1992 insgesamt 99,2% der Aktien bzw. der Firmenanteile. Im Jahre
1999 wurde CASA Mitglied des neugegründeten multinationalen
europäischen Luftfahrtkonzerns
EADS.
EADS-CASA (1999-heute)
Seit
1999 ist CASA ein Teil des
europäischen Luftfahrtkonzerns
EADS (
European
Aeronautic
Defence and
Space Company) zusammen mit
Aérospatiale-Matra aus
Frankreich,
Dornier GmbH und
DASA aus
Deutschland. Seit
1999 wird die nunmehr spanische Sparte von
EADS als
EADS-CASA bezeichnet, ist der größte spanische Unternehmen im
Luft- und
Raumfahrt-Sektor. Das Unternehmen ist auf drei große Bereiche konzentriert:
Flugzeugbau,
Wartung und
Raumfahrttechnik und verfügt über etwa 7500 spezialisierte Mitarbeiter. Etwa 80% der Produktion wird ins Ausland exportiert und sicher jährlich die Reinvestition von 15% des operativen Gewinns. Der aktuelle Vorstandsvorsitzende von
EADS-CASA ist
Francisco Fernández Sainz.
Bekannte Flugzeuge
Vor 1945
Nach 1945
Siehe auch
Weblinks
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Construcciones Aeronáuticas | Construcciones Aeronáuticas S.A. | Construcciones Aeronáuticas Sociedad Anónima | CASA | Construcciones Aeronáuticas SA