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Conrad_Gesner.jpg Conrad Gesner (* 26. März 1516 in Zürich, † 13. Dezember 1565 ebenfalls in Zürich) war ein schweizerischer Arzt, Naturforscher und Altphilologe. Er gilt als einer der berühmtesten und wichtigsten Naturforscher und Gelehrten der Schweiz.

Nach seinem Studium der Medizin war Conrad Gesner erst Lehrer, später, ab 1537, Professor der griechischen Sprache in Lausanne und ab 1541 Professor der Physik. 1554 wurde er Oberstadtarzt in Zürich, als Nachfolger des Handwerkschirurgen und Theatermacher Jakob Ruf. Conrad Gesner gilt neben Ulisse Aldrovandi als einer der Begründer der modernen Zoologie. Er gründete in Zürich den Botanischen Garten sowie eine bedeutende Naturaliensammlung.

Das bekannteste Werk Gesners ist seine 4-bändige "Historia animalium" welche postum um einen fünften Band ergänzt wurde. Das Werk erschien zwischen 1551 und 1558 und wurde 1669 als "Allgemeines Thierbuch" übersetzt. Bei der Gliederung orientierte sich Gesner an den Vorgaben des Aristoteles und Albertus Magnus. In dem Buch sind entsprechend der damaligen Annahme eine Reihe von Fabeltieren aufgeführt, etwa das Einhorn, wobei die Existenz jedoch kritisch betrachtet wird. Das bedeutsame botanische Werk "Stirpium historia" beschreibt die Bedeutung von Pflanzenteilen, insbesondere der Blüten und Früchte für die Systematik der Pflanzen. Erst postum wurde das Werk "Historia plantarum" herausgebracht. In "Corpus Venetum de Balneis" (1553) beschreibt er Analysen von Heilquellen. Das Werk "Thesaurus Euonymi Philiatri,..." (1552) schließlich stellte eine Zusammenfassung des damaligen Wissens über Chemie, Arzneimittel und Medizin dar. Außerdem wurde Gesner mit seiner Bibliotheca universalis bekannt, die die Grundlagen des Bibliographierens legte.

Benannt nach Conrad Gesner sind die Gesneriengewächse (Gesneriaceae).

Weblinks


Mann | Schweizer | Botaniker | Geboren 1516 | Gestorben 1565

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