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Condor A320-212.jpg Condor ist eine deutsche Fluggesellschaft (Sitz: Kelsterbach). Sie wurde 1955 ursprünglich als „Deutscher Flugdienst“ gegründet und dann 1961 in „Condor“ umbenannt. Sie gehört zu dem Unternehmen Thomas Cook AG.

Condor ist eine Charterairline und fliegt eine große Zahl von Ferienzielen auf der ganzen Welt an.

Die Deutsche Lufthansa ist mit einer direkten Beteiligung von 10 % und einer Beteiligung von 50 % an der Thomas Cook AG, welche wiederum mit 90 % an Condor beteiligt ist, größter Gesellschafter der Fluglinie.

Geschichte


Condor wird am 21. Dezember 1955 als „Deutsche Flugdienst GmbH“ von den vier Gesellschaftern Norddeutscher Lloyd (27,75 %), Hamburg-Amerika-Linie (27,75 %), Deutsche Lufthansa (26 %) und Deutsche Bundesbahn (18,5 %) gegründet. Der Heimatflughafen ist Frankfurt am Main. Die Flotte besteht aus drei zweimotorigen Propellerflugzeugen des englischen Typs Vickers Viking mit je 36 Sitzen. Am 29. März 1956 beginnt der touristische Flugbetrieb des Unternehmens mit einem Pilgerflug ins „Heilige Land“. Schon im ersten Betriebsjahr stehen Mallorca sowie die Kanareninsel Teneriffa auf dem Flugprogramm. 1959 übernimmt die Deutsche Lufthansa AG 95,5 Prozent des Kapitals der Condor.

Die Deutsche Flugdienst GmbH übernimmt 1961 die 1957 gegründete „Condor-Luftreederei“ des Hamburger Oetker-Konzerns und benennt sich in Condor Flugdienst GmbH um. So kehrt ein traditionsreicher Name in die Lufthansa-Familie zurück. Er stammt von der 1927 in Rio gegründeten Lufthansa-Tochtergesellschaft „Syndicato Condor Ltda“. Die Condor Flugdienst GmbH hat 1962 an der gesamten deutschen Flugtouristik einen Anteil von 63,3 Prozent. Rund 32.000 Passagiere werden in diesem Jahr befördert – Mallorca ist mit 18.400 Passagieren der Spitzenreiter. 1966 führen die ersten Langstreckenflüge nach Thailand, Sri Lanka, Kenia und in die Dominikanische Republik.

Als erste Ferienfluggesellschaft der Welt setzt Condor 1971 eine Boeing 747, den „Jumbo“, ein. Mit einem Umsatz von 291 Millionen Mark liegt Condor 1973 weltweit an der Spitze der Ferienfluggesellschaften. Die Flotte setzt sich zusammen aus insgesamt 14 Boeing-Flugzeugen: Zwei Boeing 747, zwei Boeing 707, zehn Boeing 727.

Gemeinsam mit Turkish Airlines gründet Condor 1989 die Fluggesellschaft SunExpress. Condor kauft die Südflug GmbH, die fortan eine Tochter der Condor ist.

Condor setzt 1991 als erste Ferienfluggesellschaft auf eine separate komfortablere Klasse in ihren Flugzeugen: Die neue Condor Comfort Class schafft neue Qualitätsstandards. Im Herbst 1992 wird die Tochter Südflug in die Condor integriert.

Condor weitet 1995 ihre Beteiligungen aus. Inzwischen gehören die alpha Holding GmbH (30 Prozent), die Kreutzer Touristik GmbH (37,5 Prozent), die Fischer Reisen GmbH (100 Prozent) und mit 10 Prozent die Öger Tours GmbH zum Condor-Touristik-Verbund. Condor übernimmt außerdem die von Lufthansa gehaltenen 40 Prozent an der türkischen Charterlinie SunExpress. Der amerikanische Maler James Rizzi gestaltet 1996 zum 40-jährigen Firmenjubiläum eine Boeing 757 zum fliegenden Kunstwerk, den sog. „Rizzi-Bird“. Die Condor Flugdienst GmbH wird mit zwölf Festbestellungen Erstkunde für die Boeing 757-300. 1997 gehört die Condor Flugdienst GmbH zur C&N Touristic AG (heute Thomas Cook AG). Anfang des Jahres 1998 gründet Condor die „Condor Berlin GmbH“, eine 100 prozentige Tochtergesellschaft mit Sitz in Berlin-Schönefeld. Insgesamt erwartet Condor bis Jahresende sechs Flugzeuge vom Typ Airbus A320-200, dem technologisch modernsten Kurzstreckenflugzeug der Welt. Sie ersetzen die bisher vier geleasten Boeing 737-300.

Thomas Cook wird 2002 zur ersten durchgängig internationalen Touristikmarke. Aus Condor wird die neue Marke „Thomas Cook powered by Condor“. In Deutschland erhalten die Flugzeuge von Condor und Condor Berlin nach und nach das neue Thomas Cook Design. Auf dem Rumpf der Maschinen erscheint künftig der Schriftzug Thomas Cook, auf dem Leitwerk das Thomas-Cook-Logo. Im Juni 2002 startete das erste von insgesamt 50 Condor-Flugzeugen in der neuen Lackierung. 2003 wird die Condor-Flotte um zwölf Boeing 757-200 reduziert, um Überkapazitäten im Markt abzubauen. Ab Mai 2004 fliegt die Fluggesellschaft der Thomas Cook AG in Deutschland wieder unter dem Markennamen Condor, da der Name „Thomas Cook“ von den Deutschen nicht angenommen wurde. Condor Berlin wächst 2005 um einen weiteren Airbus A320 und betreibt nun eine Flotte von 13 Flugzeugen dieses Typs. 2006 kommt ein weiterer Airbus A320 dazu, außerdem starten Condor und Germanwings eine Partnerschaft.

Unfälle


Am 20. Juli 1970 stößt eine Boeing 737-100 der Condor nahe dem spanischen Tarragona mit einer Piper PA 28 zusammen. Die drei Insassen der Piper kommen ums Leben.

Beim Anflug auf den Flughafen Izmir kollidiert am 2. Januar 1988 eine Boeing 737-200 der Condor mit einem Berg. Die Maschine zerbricht in mehrere Teile und brennt aus. Die elf Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

Flotte


Condor B763 D-ABUE.jpg]] (Stand: Juni 2006)

Eine Besonderheit bei Condor ist, dass in den Flugzeugtypen Airbus A320, Boeing 757-300 sowie Boeing 767-300ER die Passagiere an Bord Start und Landung live miterleben können. Am Bugrad ist eine Kamera installiert die Bilder direkt auf die Bildschirme im Flugzeug sendet. So können alle Passagiere genau sehen was gerade los ist.

Seit März 2006 fliegt die Boeing 757-300 mit der Kennung D-ABON in einer Sonderbemalung. Condor möchte mit dieser Bemalung auf ihr 50 Jähriges Jubiläum hinweisen. Diese Sonderlackierung soll ca. zwei Jahre noch an der Boeing 757-300 haften, dann wird sie wieder in den Urzustand zurück versetzt.

Weblinks


Fluggesellschaft (Deutschland) | Unternehmen (Hessen)

Condor Airlines | Condor (compagnie aérienne) | Condor

 

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