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Kolumban von Luxeuil (* 543 in West Leinster, Irland; † 21. November 615 in Bobbio, Italien) war ein irischer Wandermönch und Missionar. Er zählt zu den Heiligen der katholischen, orthodoxen und evangelischen Kirche.

Im Unterschied zum heiligen Kolumban, der Schottland missionierte, wird er als Kolumban von Luxeuil, Kolumban von Bobbio oder Kolumban der Jüngere bezeichnet.

Leben


Erziehung

Nachdem er sich von der Welt losgesagt hatte, begann er eine klösterliche Erziehung bei Abt Sinell in Cluaninis bei Lough Erne. Später zog es ihn in die Abtei Bangor, welche damals vom heiligen Comgall geleitet wurde.

Im Frankenland

Er zog etwa 585 mit 12 Gefährten, darunter dem heiligen Gallus und dem heiligen Attala, ins Frankenreich und gründete mehrere Klöster, nämlich bedeutendsten Annegray im Burgund, eine von König Guntram I. von Burgund erbetene Gründung, sowie Luxueil und Fontaines im Frankenreich (590). Weil Kolumban sich weigerte, das kirchliche Osterdatum anzunehmen, sondern stattdessen ein keltisches Datum verwendete, fanden die fränkischen Bischöfe darin einen Vorwand, ihn in seiner Macht zu beschneiden. Interventionen an Papst Gregor I. sind auf dem Weg verschollen. Machtkämpfe zwischen den fränkischen Teilreichen - Kolumban machte sich Theuderich II. zum Feind - führten zu einer Verbannung des Heiligen und seiner Gefährten aus dem Kloster. Nach zeitgenössischen Berichten war er schon unterwegs nach Irland, als ein Sturm ihn dazu zwang, auf den Kontinent zurückzukehren. Es verschlug ihn an den Bodensee, wo er in Bregenz Christen vorfand, die heidnische Bräuche wieder aufgenommen hatten. Mit der Hilfe von Gallus brachte er die kirchliche Zucht in Ordnung und die Verehrung der heiligen Aurelia, einer Gefährtin der heiligen Ursula, lebte wieder auf.

In Italien

612 zog Kolumban nach Mailand weiter, mischte sich in den Streit um den Nestorianismus ein. Ein ihm zugesprochener Brief an Papst Bonifatius IV. ist ein großes Zeugnis der Papstverbundenheit des irischen Missionars. Der langobardische König Agilulf vermachte ihm ein Gebiet namens Bobbio am Fluss Trebbia, wo er ein Kloster gründete und die Zeit bis zu seinem Lebensende verbrachte - trotz einer Einladung der Franken nach Luxueil zurückzukehren.

Werk


Kolumban hat durch eine von ihm verfasste Ordensregel dem Mönchstum wesentliche Impulse gegeben. Die Regel konnte sich zwar gegen die des heiligen Benedikt von Nursia nicht durchsetzen, obwohl sie auf der Synode von Mâcon 627 anerkannt wurde. Trotzdem beachteten einige Klöster, besonders die im Reich der Franken, noch einige Jahrhunderte seine Regel in Verbindung mit der "Regula Benedicti". Ebenfalls zugeschrieben werden ihm einige Hymnen, Briefe, Predigten sowie ein theologisches Traktat über die Buße.

Verehrung


Der Gedenktag des Heiligen ist der 21. November und 23. November, in Irland und bei den Benediktinern wird er hingegen am 24. November verehrt; in den Bistümern Chur, St. Gallen und Feldkirch am 27. November. Er ist der Patron der Motorradfahrer und hilft bei Überschwemmungen. Dargestellt wird er als bärtiger Mönch umgeben von einem Wolfsrudel, eine Versinnbildlichung der widrigen Umstände, unter denen der Heilige oft wirkte.

Siehe auch


Weblinks


Mann | Heiliger | Irische Geschichte | Geboren 543 | Gestorben 615

Columbanus | Colomban de Luxeuil | San Colombano abate | Columbanus (heilige) | Kolumban Młodszy | São Columbano

 

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