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Der Colorado (span. rot, farbig; auch Colorado River, Colorado des Westens) ist der größte und wichtigste Fluss im Südwesten von Nordamerika. Der Colorado ist 2.333 km lang und besitzt ein Wassereinzugsgebiet von 428.000 km².
Flusslauf
Der Fluss entspringt im
Rocky-Mountain-Nationalpark im US-Bundesstaat
Colorado, nordwestlich von
Denver. Er fließt von den Bergen der
Rocky Mountains nach
Utah und
Arizona und bildet die Grenze zwischen Arizona und
Nevada, sowie zwischen Arizona und
Kalifornien. Danach fließt der Colorado nach
Mexiko und mündet zwischen den Bundesstaaten
Baja California und
Sonora in den
Golf von Kalifornien.
Im Bereich des Colorado Plateaus hat der Colorado mit seinen Nebenflüssen durch Erosion viele einzigartige Landschaften entstehen lassen. Auf einer Länge von 1.600 km fließt der Colorado River durch mehrere Canyons, unter anderem durch den Glenwood Canyon in Colorado, den Glen Canyon in Utah, den Marble Canyon und Grand Canyon in Arizona. Der Oberlauf des Colorado bis zum Zusammenfluss mit dem Green River wurde früher Grand River genannt. Erst im Jahre 1921 wurde er auf Antrag des Staates Colorado vom amerikanischen Kongress in Colorado River umbenannt.
Das Colorado – Big Thompson Projekt
Das Colorado - Big Thompson Projekt ist das größte Wasserumleitungsprojekt in Colorado. Auf der Westseite der Rocky Mountains wird das Wasser des Oberlaufs des Colorado River im
Grand Lake,
Lake Granby und in künstlich angelegten Stauseen gesammelt. Ein großer Teil des Wassers wird durch den
Alva B. Adams Tunnel unter der
Kontinentalscheide hindurch auf die Ostseite der Berge zum Big Thompson River, einem Nebenfluss des
South Platte River, geleitet. Auf seinem Weg durch die Berge wird es zur Herstellung von
Elektrizität genutzt. Auf der Ostseite dient es zur Bewässerung von rund 290.000 ha landwirtschaftlicher Fläche und versorgt die Städte
Fort Collins und
Greely, sowie die
Colorado State Universität und mehrere ländliche Gemeinden mit Wasser für die Industrie und den privaten Verbrauch.
Das System des Colorado - Big Thompson Projektes erstreckt sich 240 km in Ost-West-Richtung und 105 km in Nord-Süd-Richtung. Die Wasserlieferungen durch das System betragen im Schnitt 213.000
acre-feet (162.731.631 m³) pro Jahr.
Stauseen
Entlang des Flusses gibt es mehrere gewaltige Stauanlagen wie beispielsweise den
Hoover-Staudamm, der den
Lake Mead in der Nähe von
Las Vegas aufstaut, und der
Glen-Canyon-Staudamm am
Lake Powell. Die
Stauseen sind
Trinkwasserspeicher und dienen der
Stromerzeugung.
Über Kanäle gelangt das Wasser des Colorado bis in die großen Städte Los Angeles, San Diego, Phoenix und Tucson. Durch die intensive Wasserentnahme ist das Flussbett an der Mündung heute meist trocken.
Trockenheit
Im Jahre
2000 begann der Fluss aufgrund vergleichsweise geringer Niederschläge immer weniger Wasser zu führen. Nach der geologischen Untersuchung der letzten 800 Jahre stellten Geologen jedoch fest, dass es umgekehrt in den letzten hundert Jahren zu überdurchschnittlich hohen Regenfällen im Westen der USA kam. Durch deren Ausbleiben wäre die ganze Wasser- und Energieversorgung des US-amerikanischen Westens, die vom Colorado River abhängt, in Gefahr. Der
Lake Powell hat seit 2000 über 60 Prozent seines Wassers verloren. Das Volumen des
Lake Mead ist in der gleichen Zeit etwa 40 Prozent kleiner geworden, was einer Wasserspiegeldifferenz von ca. zwei Metern entspricht.
Nebenflüsse und Orte
Karte colorado river topografisch.jpg
Der Colorado hat elf wichtige Nebenflüsse. Von Norden nach Süden sind dies:
Orte am Colorado River sind unter anderem:
Siehe auch
Fluss in Colorado | Fluss in Utah | Fluss in Arizona | Fluss in Nevada | Fluss in Kalifornien | Fluss in Mexiko
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