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- | Fläche Stadt | 179,5 km2 | - | Bevölkerung - Einwohner (2002) - Dichte | 318.027 1.771 E./km2 | - | Zeitzone | Osteuropäische Zeit: GMT+2 | - | Kfz-Kennzeichen | CJ |
Cluj-Napoca (gesprochen , bis 1974 Cluj, dann Cluj-Napoca genannt; dt. Klausenburg, ung. Kolozsvár) ist die Hauptstadt des Bezirks Cluj in Siebenbürgen und die drittgrößte Stadt Rumäniens mit 179,5 km2 Fläche und 318.027 Einwohnern (Stand 2002), darunter 252.433 Rumänen, (79,4%), 60.287 Ungarn (19%), Roma, 0,23% Deutsche (annehmbar meist Siebenbürger Sachsen), und 0,06% Juden. Das durchschnittliche jährliche Bevölkerungswachstum beträgt -2,2%. 8,5 % der Menschen sind erwerbslos. 14,1% der Bevölkerung sind unter 15 Jahren, 3,9% sind über 75 Jahre alt.
Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern am Ufer des Flusses Someşul Mic (dt. Kleiner Samosch) erbaut. Von 1790 bis 1848 und von 1861 bis 1867 war Klausenburg Hauptstadt des Großfürstentums Siebenbürgen innerhalb der Habsburgermonarchie. Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 wurde Siebenbürgen wieder integraler Bestandteil Ungarns. Klausenburg, die zweitgrößte Stadt des Königreichs, war seit dem 13. Jahrhundert belegbar Sitz des Komitats Kolozs. Der sächsische Bevölkerungsteil akkulturalisierte sich im 17. und frühen 18. Jahrhundert an den ungarischen. Ursache waren die Hinwendung zum Unitarismus in der Reformationzeit, den die übrigen Siebenbürger Sachsen nicht vollzogen, und ein fehlendes deutsch besiedeltes Umland. Hingegen war das Umland von Klausenburg bis ins 17/18. Jahrhundert überwiegendst von Ungarn bewohnt. Rumänen siedelten bis ins 19. Jahrhundert hinein fast gar nicht in der Stadt und spielten dort bis 1918 gemäß ihrer kleinen Zahl (1910 = 17%) und geringen Urbanität eine marginale Rolle. 1872 wurde in Klausenburg die zweite Universität innerhalb des Historischen Ungarn gegründet, die Franz-Josef-Universität (heute Universität Szeged). Nach dem Ersten Weltkrieg, am 4. Juni 1920 erfolgte durch den Friedensvertrag von Trianon die Angliederung Siebenbürgens an Rumänien. 1940 gelangte Nordsiebenbürgen mit Klausenburg durch den Zweiten Wiener Schiedsspruch wieder bis 1944/1945 an Ungarn und fiel völkerrechtlich nach dem Pariser Vertrag 1947 an Rumänien zurück. Noch heute ist Klausenburg das kulturelle Zentrum der ungarischen Minderheit in Rumänien; bis ungefähr 1974 stellten die Ungarn die relative Bevölkerungsmehrheit in der Stadt. Unter anderem wurde hier Matthias Corvinus, König von Ungarn, geboren.
Heute ist es eines der wichtigsten kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zentren Rumäniens. Von den sechs staatlichen Universitäten der Stadt ist die Babeş-Bolyai-Universität Cluj eine der wichtigsten in Ost- und Mitteleuropa. Sie ist auch als 3-sprachige Universität eine Seltenheit in ganz Europa. Mit über zehn praktizierten Religionen verfügt Klausenburg über eine große religiöse Vielfalt, wobei die Mehrzahl der Einwohner seit den 1970er Jahren als Rumänen dem orthodoxen Glauben angehört.
Wichtige Museen sind das Kunst- und Literaturmuseum und das Muzeul Naţional de Istorie a Transilvaniei, das die Geschichte Transsylvaniens präsentiert.
Bekannt ist auch der botanische Garten der Universität. Er beinhaltet auch ein botanisches Museum und das der Forschung und Lehre dienende Herbarium. Nach 1990 wurde der Garten nach dem rumänischen Pflanzenforscher Alexandru Borza benannt.
Als große Universitätsstadt sind weiterhin die Branchen IT-Technologie, Elektrotechnik, Maschinenbau stark ausgeprägt. Die Schuhbranche ist für Cluj-Napoca ein zusätzliches wichtiges Standbein.
Zwischen Timişoara und Cluj bestehen Intercity-Eisenbahnverbindungen, die durch ihren Halt in Arad auch einen Anschluss an die internationalen Züge von Wien nach Bukarest vermitteln. Von Wien nach Cluj lässt sich somit per Bahn mit einmaligem Umsteigen reisen. Der ÖPNV wird durch das Nahverkehrsunternehmen RATUC abgewickelt. Es betreibt drei Straßenbahnlinien und zahlreiche O- und Dieselbuslinien.
Ort in Siebenbürgen | Cluj-Napoca
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