Der Club of Rome ist eine nichtkommerzielle Organisation, die einen globalen Gedankenaustausch zu verschiedenen internationalen politischen Fragen betreibt. Das Generalsekretariat befindet sich zur Zeit in Hamburg.
Er wurde 1968 gegründet. Die Idee stammt von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei, einem damaligen Mitglied der Firmenleitung von Fiat und Olivetti und Präsident der Unternehmensberatung Italconsult, und dem Schotten Alexander King, Direktor für Wissenschaft, Technologie und Erziehung bei der Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die sich am Rande einer Konferenz in der Academia dei Lincei in Rom trafen.
In diesem Buch wird in einer Systemanalyse erläutert, warum innerhalb des betrachteten Zeitraums bis zum Jahr 2100 das Volumen menschlichen Wirtschaftens seine Wachstumsgrenze erreicht haben wird. Damit sei die menschliche Existenz im geschlossenen System der Erde in Gefahr. Man ruft daher zu einer Umkehr auf. Beschränkungen des Mengenwachstums seien unbedingt notwendig. So müsse beispielsweise das Recyclingprinzip verstärkt zur Anwendung kommen, ebenso müsse eine verschärfte Kontrolle der Umweltverschmutzung zum allgemeinen Leitziel aller Länder der Erde werden. Als entscheidender Gesichtspunkt wurde eine rigorose Geburtenkontrolle gefordert, die aber nicht durchsetzbar war. Wenn die Umwelt weiterhin so verschmutzt würde, wenn die Weltbevölkerung weiterhin so expandiere, wenn die Industrie weiter so wachse, so würden schon vor 2100 erste Rohstoffkrisen und Hungersnöte drohen.
Bislang hat sich diese Theorie des Club of Rome noch nicht in Gänze erfüllt. Möglicherweise hängt dies mit vernünftigen Konsequenzen zusammen, die aus dem viel beachteten Buch des Club of Rome gezogen wurden, sicherlich auch mit technologischen Fortschritten wie der Miniaturisierung in der Informationstechnologie. Allerdings kann derzeit gewiss keine Entwarnung gegeben werden - ob die zur internationalen Maxime anvisierte nachhaltige Entwicklung, die die führenden Politiker vor allem der Industrienationen seit einiger Zeit vermehrt verkünden, rechtzeitig in die Praxis umgesetzt werden wird, darf bisher nur erhofft werden. Der Club of Rome ist Mitinitiator der Initiative für einen Global Marshall Plan.
Friedrich List: “Es ist Beschränktheit, das gegenwärtige Vermögen der produktiven Kräfte überhaupt zum Maßstab dafür zu nehmen, wieviele Menschen auf einer gegebenen Strecke Landes sich nähren können. Der Wilde, der Jäger und Fischer hätte nach seiner Berechnung nicht Raum für eine Million, der Hirte nicht für zehn Millionen, der rohe Ackerbauer nicht für hundert Millionen auf dem Erdball, und doch leben jetzt nur in Europa zweihundert Millionen.” Aus Friedrich List – Das Nationale System der politischen Ökonomie Seite 87 ff, erschienen 1841).
Ebenso seien, so einige Kritiker, die Ressourcen nicht einem stetigen Schwinden unterworfen. Sie änderten sich mit der verwendeten Technologie (Kohle, Öl und Uran wurden für einen sehr langen Zeitraum nicht als Rohstoffe wahrgenommen) - was der Club of Rome heute auch so sieht -, so dass technologische Entwicklung bei einer Bevölkerung, die aktiv wissenschaftlich tätig ist, der Garant für die gesicherte Zukunft nachfolgender Generationen sei. Die Schlussfolgerung, dass technologische Entwicklung und damit die Industrialisierung (das eine lässt sich nicht vom anderen trennen) von Gesellschaften gerade am Schwinden der Ressourcen schuld sei, sei unter diesen Gesichtspunkten nicht nachzuvollziehen. Die Auffassung, ab sofort weltweit ein industrielles Nullwachstum anzustreben, könne sich gerade für Menschen in der Dritten Welt verhängnisvoll auswirken, führe aber auch in den Industrienationen zu mittelfristig gefährlichen Entwicklungen (Infrastruktur werde nicht weiter finanziert - die potentielle Bevölkerungsdichte des Landes sinke). Als heute wohl schärfster Kritiker des Club of Rome gilt der US-amerikanische Politiker und weithin zur Liga der Verschwörungstheoretiker gezählte Lyndon H. Larouche jr., der seine Zurückweisung der Warnungen des Club of Rome in seinem Buch So you wish to know all about Economics? (Volltextlink unter "Weblinks") dargelegt hat.
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