| Wissenschaftlicher Name
|
Amphiprion percula Amphiprion ocellaris
|
|
|
Als Clownfische oder Harlekinfische werden zwei Arten der
Anemonenfische bezeichnet. Der
Echte Clownfisch (
Amphiprion percula) und der
Falsche Clownfisch (
Amphiprion ocellaris), der auch als Orangeringel-Anemonenfisch bekannt ist.
Sie bilden zusammen die
Actinicola.
Arten
Der
Echte Clownfisch (
Amphiprion percula) lebt an der Küste Nord-
Queenslands, an der Nordküste
Neuguineas und in den
Korallenriffen
Melanesiens (
Neubritannien,
Neuirland,
Salomonen und
Vanuatu). Die Tiere sind leuchtend orange gefärbt, mit drei weißen Streifen, der mittlere mit einer nach vorne gerichteten Ausbuchtung. Die Streifen sind im Unterschied zu
Amphiprion ocellaris schwarz begrenzt. Die schwarzen Begrenzungen variieren in der Breite und können auch ineinander übergehen.
Amphiprion percula hat eine höhere vordere Rückenflosse als sein Verwandter, mit 9 bis 10 Rückenflossenstacheln.Clownfische werden etwa 8 cm groß.
Der Falsche Clownfisch (Amphiprion ocellaris) lebt in den Riff Südostasiens, westlich bis zu den Andamanen und Nikobaren, nördlich bis zu den Ryukyu-Inseln und südlich bis an die Küste des nordwestlichen Australien. Die Verbreitungsgebiete beider Clownfische überschneiden sich nicht. Die Tiere sind leuchtend orange gefärbt, mit drei weißen Streifen. In der Nähe von Darwin in Nordaustralien lebt eine melanistische, bis auf die Schnauze rein schwarze Farbvariante. Die Rückenflosse hat 10 bis 11 Rückenflossenstacheln.
Clownfische werden etwa 8 cm groß.
Symbiose
Im Riff leben sie in
Symbiose mit
Seeanemonen. Diese schützen die Clownfische mit ihren nesselnden Tentakeln vor Fressfeinden. Auch die Clownfische schützen ihre Symbiosepartner vor Fressfeinden, z.B.
Falter- oder
Feilenfische. Sie selbst ernähren sich von kleineren Krebstieren und
Plankton – Nahrungsreste kommen wiederum der Seeanemone zugute, denn der Clownfisch frisst im Schutz ihrer Tentakeln. Vor den
Nesselzellen der Anemone schützen sie sich durch eine Schleimschicht, die bewirkt, dass die Anemone den Fisch nicht als
Beute wahrnimmt.
Amphiprion percula lebt in Symbiose mit der Lederanemone (Heteractis crispa), der Prachtanemone (Heteractis magnifica) und der Kleinen Teppichanemone (Stichodactyla gigantea).
Amphiprion ocellaris lebt in Symbiose mit der Prachtanemone (Heteractis magnifica), der Kleinen Teppichanemone (Stichodactyla gigantea) und Merten´s Anemone (Stichodactyla mertensii).
Fortpflanzung
Ungewöhnlich ist die Fortpflanzung der Clownfische: Die Clownfische sind zunächst männlich. In einer Anemone können mehrere Clownfische leben. Das dominierende, größte Tier in einer Anemone ist immer das einzige Weibchen, alle anderen Männchen. Stirbt das Weibchen, wandelt sich das stärkste Männchen innerhalb einer Woche in ein Weibchen um.
Die Eier werden in der Nähe des Fußes der Anemone am Boden abgelegt, nach einer Woche schlüpfen die Larven, die zunächst eine planktonische Lebensweise haben. Nach 1-3 Wochen endet das Larvenstadium und die Jungfische begeben sich auf die Suche nach einer Anemone.
Das Männchen bereitet vor dem Ablaichen am Fuß der Anemone ein Nest vor, das auch gegen Feinde verteidigt wird. Nach der Eiablage wird das Gelege sieben bis acht Tage lang vom Männchen mit Hilfe der Brustflossen gesäubert und befächelt. Die Eier sind orange, im Schnitt zählt man etwa 250 Stück.
Die aus den Eiern geschlüpften Larven werden von Strömungen vertragen. Das Larvenstadium dauert zwei bis drei Wochen – während dieser Zeit haben die Larven nur eine Wahl: Entweder sie finden irgendwo im Riff eine neue Anemone oder sie sterben.
Haltung
Common clownfish.jpg
Clownfische sind beliebte Pfleglinge in Meerwasser-Aquarien. Da sie eng an ihrer Anemone gebunden leben, haben sie nicht den großen Platzbedarf vieler anderer Meerwasserfische. So kann man schon in einem 200-Liter fassenden Aquarium ein Paar halten. Wie die Haltung anderer Meerwassertiere verlangt die erfolgreiche Haltung von Clown- und anderen Anemonefischen viel Fachwissen und ist mit erheblichen Kosten verbunden. Da in letzter Zeit reine Korallenriffaquarien in Mode gekommen sind, und die Seeanemonen die Korallen vernesseln, werden Clownfische oft ohne den nötigen Symbiosepartner gehalten. Sie suchen sich dann meist eine
Leder- oder sonstige Koralle als Ersatzpartner. Solch unnatürliche Haltung ist allerdings abzulehnen.
Sie zählen zu den wenigen Meerwasser-Zierfischen, die gezüchtet werden können, und werden in großen Fischfarmen professionell vermehrt.
Sonstiges
Breites öffentliches Interesse an Clownfischen wurde
2003 durch den
Pixar-Animationsfilm
Findet Nemo geweckt, in dem die Hauptcharaktere Clownfische sind. Der Aquaristik-Fachhandel reagierte, indem er Aquarien, die nur als Süßwasseraquarien geeignet waren, als Nemo-Becken anbot. Das ist aus Tierschutzgründen natürlich abzulehnen.
Literatur
- Dapne G Fautin, Gerald R Allen: Anemonenfische und ihre Wirte. Tetra-Verlag (1994), ISBN 3-89356-171-4
Weblinks
Riffbarsche | Aquarienfisch
Klovnfisk | Clownfish | Klaŭnfiŝo | Pez payaso | Poisson clown | 흰동가리 | Clownfiskar