| Cleveland Bay | |
|---|---|
| wichtige Daten | |
| Ursprung: | England, Mittelalter |
| Hauptzuchtgebiet: | Yorkshire |
| Verbreitung: | gefährdete Rasse |
| Stockmaß: | 162 - 172 cm |
| Farben: | Braune in allen Schattierungen |
| Haupteinsatzgebiet: | Fahrsport |
| Brandzeichen | |
Zu Ende des 17. Jahrhunderts hatte sich so der Cleveland Bay entwickelt, dessen Hauptcharakteristika sich bis heute erhalten haben. Da der Cleveland Bay sowohl stark als auch schnell war, hatte er die idealen Voraussetzungen um als Kutschpferd die Versorgung der größer werdenden Städte sicherzustellen. Mit dem Bevölkerungswachstum entstand Bedarf nach mehr und schnelleren Transporten, deren Grundlage der Ausbau der Landstrassen war. Um diesen Anforderungen zu genügen wurden schnellere Vollblüter eingekreuzt und eine neue Pferderasse entstand: das New Cleveland Bay oder Yorkshire Coach Horse. Dieses kam auch dem Bedarf nach einem schnellen und eleganten Kutschpferd entgegen.
Die starke Nachfrage in ganz Europa und auch in den USA nach dem Cleveland Bay führte 1885 zur Gründung der Cleveland Bay Horse Society, um die mittlerweile bedeutende Zucht besser organisieren zu können. Bereits 1886 spaltete sich die Yorkshire Coach Horse Society von ihr ab, da es innerhalb der Society Bestrebungen gab, das Coach Horse vollständig aus dem Gestütbuch herauszuhalten. Mit dem Aufkommen des Automobils und dem Ausbau der Eisenbahn sank der Bedarf an Kutschpferden. Zunächst hatte das Coach Horse unter dieser Entwicklung zu leiden, da das Automobil als Statussymbol einen höheren Wert hatte. Im Jahr 1937 war die Zucht des Coach Horse so weit zurückgegangen, dass das Gestütbuch geschlossen werden musste und die verbliebenen Züchter sich wieder der Cleveland Bay Horse Society anschlossen.
Mit Ende des 2. Weltkriegs wäre beinahe auch die ursprüngliche Rasse, das Old Cleveland Bay, ausgestorben, da landwirtschaftliche Maschinen stets größer und effizienter wurden und weder zum Transport noch zur Feldarbeit Pferde benötigt wurden. Da die Cleveland Bay Horse Society trotz des fehlenden Bedarfs an einem starken Kutsch- und Arbeitspferd an den alten Zuchtrichtlinien festhielt und eine Umzucht zum Sportpferd nie in Betracht zog, sank der Bestand 1960 auf etwa 200 Stuten und nur noch 4 Zuchthengste. Hier ist es nicht zuletzt Elizabeth II. zu verdanken, dass die Rasse überlebte und sich heute wieder zunehmender Beliebtheit erfreut. Sie kaufte den Zuchthengst Mulgrave Supreme, der ursprünglich für den Verkauf in die USA bestimmt war. Mulgrave Supreme zeugte über 20 männliche Nachkommen, von denen ein großer Teil gekört wurde. Die Rasse ist allerdings auch heute noch stark gefährdet.
Siehe auch: Pferderassen
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