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Clemens Gottlieb Ernst Delbrück, ab 1916 von Delbrück (* 19. Januar 1856 in Halle an der Saale, Sachsen-Anhalt; † 17. Dezember 1921 in Jena, Thüringen), Prof.Dr.jur. et Dr.phil. h.c., war Professor der Rechtswissenschaften und königlich preußischer sowie kaiserlich deutscher Politiker, Mitglied des Reichstages.

Familie


Delbrück wurde bei Entlassung aus seinen Ämtern mit Verleihung des preußischen Schwarzen Adlerordens am 22. Mai 1916 in den preußischen Adelsstand erhoben mit Wappenbrief vom 31. Juli 1916 - gültig auch für seine Nachkommen.

Er heiratete am 6. Oktober 1883 auf Gut Lowinnek (Landkreis Schwetz, Westpreußen) Meta Liedke (* 31. Januar 1857 auf Lowinnek; † 11. November 1914 in Berlin), die Tochter des Gutsbesitzers Wilhelm Liedke, Herr auf Lowinnek, und der Hulda Krüger.

Sein Sohn war der Schriftsteller Joachim von Delbrück (1886-1951). Weitere prominente Mitglieder der Familie Delbrück finden sich dort.

Leben


Delbrück studierte zunächst Rechtswissenschaften und wurde 1885 Landrat in Tuchel bei Bromberg (Westpreußen). Von 1892 bis 1896 war er Regierungsrat in Danzig und im Anschluss bis 1902 Oberbürgermeister der Stadt. Von 1902 bis 1905 amtierte er als Oberpräsident der preußischen Provinz Westpreußen.

Delbrück war 1905 bis 1909 preußischer Staatsminister für Handel und Gewerbe. Anschließend war er vom 14. Juli 1909 bis zum 24. Mai 1916 Staatssekretär im Reichsamt des Innern sowie Stellvertreter des Reichskanzlers (Vizekanzler). Zudem war er 1914-1916 Vizepräsident des preußischen Staatsministeriums und 1918 Leiter des Zivilkabinetts.

Nach dem 1. Weltkrieg zählte Delbrück zu den Mitbegründern der DNVP, gehörte 1919 der Weimarer Nationalversammlung an. Er gehörte dem "Ausschuß zur Vorberatung des Entwurfs einer Verfassung des Deutschen Reichs" an. Von 1920 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Reichstags.

Drei Jahre nach seinem Tod erschien 1924 seine Schrift "Die wirtschaftliche Mobilmachung in Deutschland 1914" im Verlag für Kulturpolitik - aus dem Nachlass herausgegeben, eingeleitet und ergänzt von seinem Schriftsteller-Sohn Joachim von Delbrück.

Orden und Ehrenzeichen


Literatur


  • Joachim von Delbrück: Clemens von Delbrück. Ein Charakterbild. Verlag G. Stilke, Berlin 1922.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser B Band XVIII, Seite 75, Band 95 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1989, .

Mann | Politiker (Deutsches Reich) | Vizekanzler (Deutsches Reich) | Reichstagsabgeordneter | DNVP-Mitglied | Staatssekretär (Deutsches Reich) | Geboren 1856 | Gestorben 1921 | Landesminister (Preußen)

Klemens Delbrück

 

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