Claude Monet (* 14. November 1840 in Paris; † 6. Dezember 1926 in Giverny) war ein französischer Maler des Impressionismus.
Der Vater, im Handel erfolglos, zog mit der Familie zu einer Halbschwester des Jungen in Le Havre. Die Atlantikküste und der zweitgrößte Hafen des Landes müssen das Genie Claude Monet beeinflusst und mit aufgeweckt haben. Schon in der Schule zeichnete „Oscar“ Karikaturen seiner Lehrer, die er geschäftstüchtig zu vermarkten verstand. Zur Malerei aber kam er nach eigenen Angaben durch den um 16 Jahre älteren Kollegen Eugène Boudin, der ihn aufforderte, wie er, draußen zu malen. Das Einfangen eines Augenblicks in der Bewegung von Menschen, Tieren oder Dingen, die der Wind schüttelt, gab hier eine Richtung vor: „Langsam öffneten sich meine Augen, ich begriff die Natur wirklich, gleichzeitig begann ich sie zu lieben.“ Monet ging ohne Abschluss des städtischen Gymnasiums 1859 nach Paris an die fortschrittliche Académie Suisse, an der er Camille Pissarro und andere Realisten kennenlernte. Nur kurz als Soldat in Algerien, kehrte er, an Typhus erkrankt, nach Havre zurück und empfing Einflüsse durch Johan Barthold Jongkind: „Ihm verdanke ich die abschließende Erziehung meines Auges.“ Im Atelier Gleyre traf er wieder auf Pissarro, ja auf den Kern der späteren Impressionisten. „Camille im grünen Kleid“ – nach dem Modell seiner späteren Frau Camille Doncieux (1847-79) – wurde ein erster entscheidender Erfolg. Mit dem Bild „Frauen im Garten“ findet er schließlich sein Thema: das Licht. Er zeichnet den Sonnenschein, den Schatten, und das Bild wirkt plötzlich viel lebendiger und echter. Der Raum tritt in die Bilder, im Wasser sich Spiegelndes wird ihm Motiv und Weg zum Gegenstandslosen. Die Eisenbahn ermöglicht es nun, auch weiter draußen in der Natur zu schaffen, vor allem aber liebt Monet das Meer, mit dem er eins wird, zusammenwächst. Der Preußisch-Französische Krieg bringt ihn und Pissarro von Havre nach London. Hier lassen sie die Themse und den Hyde Park in die Bilder gehen, bis sie wieder nach Havre zurückfahren.
In Paris lernte Monet die Maler Edouard Manet, Camille Pissarro und Pierre-Auguste Renoir kennen. Mit den beiden Letztgenannten zeigte er auf den ersten Impressionisten-Ausstellungen seine Bilder, zu Beginn noch ohne großen Erfolg. Während eines Englandaufenthalts beeindruckte ihn das Werk William Turners. Von Einfluss auf Monets Bildgestaltung waren auch die Japanischen Holzschnitte, die seit 1850 in großer Stückzahl und mit hohem künstlerischen Niveau nach Europa gelangten und in ihrer Auffassung von Bildkomposition der abendländischen Tradition vollkommen entgegengesetzt waren. In London hatte Monet 1883 seine erste Einzelausstellung. Im gleichen Jahr zog er in ein Haus in Giverny bei Paris, in dem er seine letzten vier Jahrzehnte verlebte, sich seinem Garten und seiner Malerei widmend. In Bildserien, z.B. von der Seine oder der Kathedrale von Rouen unter verschiedenem Lichteinfall, aber auch in seinen späten Seerosenbildern versucht Monet, die unterschiedlichen atmosphärischen Licht- und Farbwirkungen seiner Motive mit Hilfe von farbigen Flecken auf der Leinwand zu erfassen.
Er hat möglicherweise nur deswegen mit verschwimmenden Formen und trüben Farben gemalt, weil er kurzsichtig war und an grauem Star litt, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der britische Augenarzt und Kunstliebhaber Patrick Trevor-Roper sagt, Monet habe eine Brille stets mit der Begründung abgelehnt, so scharf wolle er die Welt dann doch nicht sehen. Nach einer Operation wegen seines Augenleidens sei er von der Farbgebung in seinen Gemälden entsetzt gewesen und habe viele davon mit kräftigeren Tönen übermalt.
1883 mietete Monet nicht weit von Paris ein Haus in dem kleinen Dorf Giverny, das er dank seines wirtschaftlichen Erfolgs 1890 kaufen konnte und in dem er 43 Jahre wohnte. Zum Haus gehörte ein verwilderter Gemüsegarten, den Monet zunächst selbst bearbeitete. Er gestaltete ihn völlig um in einen farblich aufs Feinste abgestimmten Blumengarten. Ab 1890 beschäftigte er sechs Gärtner, die auch die beiden Gewächshäuser betreuten. 1893 wurde der Garten um ein Stück Land erweitert, das an den Fluss Ru, einen Seitenarm der Epte, grenzte. Mit Erlaubnis der Gemeinde leitete Monet den kleinen Fluss um und legte seinen berühmten Wassergarten an. In diesem Garten befindet sich die grüne japanische Brücke, die ebenso wie die Seerosen des Teichs Motiv auf vielen von Monets Bildern ist. Hier entstand die Serie seiner großformatigen Seerosenbilder, die Grandes Décorations des Nymphéas, heute im Besitz des französischen Staates und ausgestellt in der Orangerie der Tuileries.
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Mann | Französischer Maler | Landschaftsmaler | Pariser Maler | Geboren 1840 | Gestorben 1926
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