Die Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e.V. (GDS) befasst sich in ihrer Zeitschrift Studenten-Kurier, in Buchveröffentlichungen und auf Fachtagungen mit Geschichte und aktuellen Problemen von Hochschule, Studentenschaft, studentischen (v.a. Studentenverbindungen) und akademischen Organisationen.
Die GDS wurde 1974 gegründet und hatte 30 Jahre später (2004) etwa 2.100 Mitglieder. Sie baut am Stadtarchiv Paderborn ein eigenes Institut (GDS-Institut) mit Bibliothek, Archiv und Sammlungsbeständen auf.
Die GDS veröffentlicht mehrere wissenschaftliche Schriftenreihen zur Universitäts- und Studentengeschichte (Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen; GDS-Archiv mit Beiheften; Revocatio historiae; Kleine Schriften der GDS; Studentenhistorische Bibliothek). Neben anderem gibt die GDS die folgenden korporationsstudentischen Standardwerke heraus:
Der Civis Academicus ist das "Handbuch der deutschen, österreichischen und schweizerischen Korporationen und studentischen Vereinigungen an Universitäten und Hochschulen, sowie Schülerverbindungen". Darüber hinaus werden die Studentenverbindungen in den übrigen europäischen Ländern sowie den mitteleuropäischen Verbindungen vergleichbare Verbindungen in Kanada, Chile, Japan, Syrien, Venezuela und Zypern angegeben. Nicht verzeichnet sind hingegen die amerikanischen und kanadischen Bruderschaften.
Die letzte (8.) Auflage (2005/2006) (524 Seiten) erschien im SH-Verlag (ISBN 3-89498-149-0). Der "Civis" ist eine Veröffentlichung der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte (GDS), Würzburg. Früher erschien der Civis Academicus im Moritz-Schauenburg-Verlag. Der Begründer und langjährige Herausgeber Dr. Ernst-Günter Glienke (Coburger Convent) ist verstorben, das Werk wird von seinem Sohn Arnt weiter betreut und von der 3. bis 7. Auflage von Reg.-Dir. Klaus Kettling (Freiburger und Karlsruher Wingolf) bearbeitet.
Die Verbindungen werden mit Wappen, Zirkel, Farben, Chronik, Wahlspruch und Quellenangabe vorgestellt. Das SCC ist für viele Studentenhistoriker eine erste Anlaufstelle, um nach dem Verbleib von erloschenen Verbindung zu suchen.
Der Redaktionsstand des Werkes ist das Jahr 2000. Aktuellere Informationen werden im ebenfalls von der GDS herausgegebenen Civis Academicus zusammengestellt, das turnusgemäß alle zwei Jahre erscheint.
Die Autoren gehen dabei auf allgemein interessante Themen ein, wie Geschichte von Studentenverbindungen (inklusive des Verhaltens im "Dritten Reich"), dem Comment, der Mensur und ähnlichem.
Das Buch ist so ausgelegt, dass jede Studentenverbindung ihren eigenen "Besonderen Teil" mit verbindungs-/ dachverbandsspezifischen Informationen zur Ergänzung erstellt.
In korporierten Kreisen wird das Buch als reiche Informationsquelle geschätzt, weil die Autoren allerdings teils verstärkt ihre eigenen Ansichten über strittige Punkte als Allgemeingültig hervorheben, aber auch kritisiert.
Seit 1992 erscheint außerdem im Zwei-Jahresrhythmus das GDS-Archiv, das neben kleineren wissenschaftlichen Aufsätzen auch eine Bibliographie aktueller universitäts- und studentengeschichtlicher Neuerscheinungen bereithält (lieferbare Bände einschl. Beihefte).
Die Reihe Studentenhistorische Bibliothek versammelt schließlich origialgetreue Nachdrucke von Klassikern der Universitäts- und Studentengeschichte. Werke, die laut GDS „in den Bücherschrank jedes ernsthaften Studentenhistorikers gehören“ und nicht selten bereits zu Sammlerstücken geworden sind (lieferbare Bände).
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"Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte".
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