Xantia.jpg Der Xantia ist ein Modell der Marke Citroën, wurde im Jahr 1993 vorgestellt, und ersetzte den Citroën BX.
Gebaut wurde er bis 2001, der Break (Kombi) erweiterte die Palette ab 1995. Der Xantia wurde je nach Modellvariante entweder mit der altbewährten Hydropneumatik, oder mit deren Weiterentwicklung, der variablen Hydractive II - Federung ausgestattet. Ein Face-Lifting gab es 1997 , das hauptsächlich strukturelle Karosserieverstärkungen betraf (Xantia-X2). Nachfolger ist seit 2001 der Citroën C5. Der Xantia war das letzte Citroen-Modell mit Zentralhydraulik
Neben Hydractive II hatte der Activa noch die sogenannte "Aktive Fahrwerksstabiliserung" (AFS), im französischem SC.CAR = Systeme Citroën de Contrôle Actif du Roulis. Mit diesem System wird die Seitenneigung durch mechanische Regelung mit Hydraulikzylindern, die auf die Querstabilisatorstangen einwirken, auf ein Minimum (weniger als 1°) reduziert. Diese Technik ermöglicht bei griffiger Fahrbahn Querbeschleunigungen von bis zu 1,2 g (das ist mehr als die meisten Sportwagen schaffen) und bietet trotzdem einen sehr guten Federungskomfort und damit sichere Straßenlage.
Funktionsweise: Beide (relativ dicken) Querstabilisatoren (vorne 28 mm, hinten 25 mm Durchmesser) sind diagonal gegenüberliegend (vorne-links und hinten-rechts) über einen Differential-Hydraulikzylinder mit den Radlenkern verbunden.
Diese Zylinder sind an ein Reglerventil angeschlossen, welches über ein Hebelgestänge von den vorderen Querlenkern betätigt wird. Auftretendes Rollmoment, sprich Seitenneigung, wirkt auf die Querlenker entgegengesetzt - einer federt ein, der andere federt aus. Dadurch wird das Reglerventil, der sog. "Neigungskorrektor", durch die Hebelstangen in eine Richtung hin aus seiner Ruhelage (Geradeausstellung) gezogen, wodurch es einen dem Rollmoment proportionalen Druck in den Hydraulikzylindern einstellt.
Die Hydraulikzylinder verändern dadurch ihre Länge und "drücken" die Karosserie über die Querstabilisatorstangen gegen das einwirkende Rollmoment wieder nahezu in die Horizontale, womit Kurvenfahren fast ohne spürbare Seitenneigung ermöglicht wird - ein großes Komfort- und Sicherheitsplus!
Da diese aktive Regelung unabhängig vom Hydractive II - Fahrwerk arbeitet, bleibt deren Federweg auch bei extremer Kurvenfahrt fast ganz erhalten und sorgt so für eine deutlich bessere Straßenlage in diesen Situationen als das konventionelle Radaufhängungen können.
Bei Geradeausfahrt wird über das Steuergerät der Hydractive-Federung zudem ein Magnetventil betätigt, das eine zusätzliche Federkugel in den hydraulischen Regelkreis der Stellzylinder schaltet. Dadurch wird zum einen die Steifigkeit der verwendeten dicken Stabilisatorstangen "virtuell" durch die Elastizität der Federkugel abgemildert, um den Komfort zu erhöhen und diese eigentlich wichtigere Wirkung zu erzielen: Den Regelkreis zu dämpfen, damit bei vertikalen Radbewegungen durch Bodenunebenheiten bei Geradeausfahrt keine unerwünschten Regulierungsschwingungen durch kurzzeitige Erregung des "Neigungskorrektors" auftreten, denn die Hebelstangen bewegen sich natürlich auch bei solchen Einflüssen.
http://www.doppelwinkel.com/Activa/Activa_Hydraulikkreislauf_vorn_gross.jpg Schema der Vorderachse http://www.doppelwinkel.com/Activa/Activa_Hydraulikkreislauf_hinten_gross.jpg Schema der Hinterachse
Es gab den Xantia Activa mit folgenden Motoren (nicht in jedem Land verfügbar): Benziner: 2,0i 16V (132 PS), 2,0i Turbo c.t. (147 PS), 3,0i V6 (190 PS) Diesel: 2,1 TD (109 PS), 2,0 HDi (109 PS)
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