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Der Citroën BX ist ein von September 1982 bis 1994 gebautes Mittelklassemodell des französischen Automobilherstellers Citroën.
Die Entwicklungsarbeiten am Citroën BX begannen bereits im Jahre 1977. Einerseits, weil zwischen den Modellen GS und CX eine Lücke klaffte und andererseits aus Gründen der Übernahme von Citroën durch Peugeot am 8. April 1976.
Die Eingliederung der Marke Citroën in den PSA-Konzern (=Peugeot Société Anonyme) läutete den Beginn der Plattform-Ära ein. Beispiele hierfür sind die Modelle LN/LNA und Visa, deren Basis der Peugeot 104 bildete. Das neue Mittelklassemodell von Citroën sollte möglichst viele Teile aus den Peugeot-Regalen beziehen, in erster Linie Motoren und Getriebe. Dennoch sollte auch das neue Modell über die markentypische Hydropneumatik verfügen.
Schließlich erhielt der Designer Marcello Gandini aus dem Hause Bertone den Auftrag, das Erscheinungsbild des künftigen Mittelklassemodells zu bestimmen. Sein Entwurf wurde im Citroën Design-Zentrum Vélizy, einem letzten Feinschliff unterzogen. Die kantige Karosserie wies quantitativ nur halb so viele der Schweißpunkte auf, wie das Modell GS/GSA. Erwähnenswert ist, dass die Karosserie des BX bereits mit Hilfe vom Computern (CAD) entwickelt wurde.
Aus Kosten- und Gewichtsgründen wurden Motorhaube und Heckklappe aus Kunststoff gefertigt. Gegen Ende der Produktionszeit bestand die Motorhaube aus Aluminium. Das konsequent durchgeführte Leichtbau-Konzept sorgte dafür, dass der BX kaum schwerer, in manchen Fällen sogar leichter war, als der doch merklich kleinere GSA.
Wenn bei der Entwicklung auch viel Wert auf die Aerodynamik gelegt wurde, erreichte der BX in diesem Punkt nicht ganz die Werte des GSA. Ein zunächst den Topversionen (16TRS& 19TRD) des BX vorbehaltener Styling-Gag waren dunkel getönte Polycarbonat-Seitenscheiben in den C-Säulen.
Absolut einzigartig waren die Bedienungselemente: Lupen-/Walzentacho, von der Fachpresse häufig Badezimmerwaage genannt und völlig ins Armaturenbrett integrierte Bedienungssatelliten. Eine ganz und gar typische Citroën-Lösung stellte der Drehzahlmesser dar - eine Vakuum-Fluoreszenzanzeige, die allerdings nur in den Modellen BX 16TRS und BX 19TRD (ab 1984) zu finden war.
1985 folgte mit der Vorstellung der Break genannten Kombis der letzte Schritt zur Ablösung des nach wie vor parallel weitergebauten und mittlerweile auch betagten Modells GSA. Der Break wurde von dem französischen Design-Büro Heuliez entwickelt und überzeugte durch ein schier gigantisches Ladevolumen, welches durch das höher gestellte Dach weiter optimiert wurde.
Ebenfalls 1985 erschien ein Sondermodell mit der Bezeichnung "DIGIT", welches über vollelektronische Digitalinstrumente, Bordcomputer mit 15 Funktionen, Zentralverriegelung mit Infrarotfernbedienung (PLIP) und ein hochwertiges Autoradio von Pioneer verfügte.
1987 wurde der BX innen und außen überarbeitet. Die vorderen Blinker wurden großflächiger und erhielten eine farblose Verglasung und das Armaturenbrett wurde vollständig umgestaltet. Walzentacho und Bedienungssatelliten wichen normalen Analoginstrumenten und konventionellen Lenkstockhebeln.
| Motoren | ||
|---|---|---|
| Hubraum | Leistung | Bemerkung |
| 1360 ccm, Benzin | 62-75 PS | Vergaser und Einspritzer, mit und ohne Kat |
| 1580ccm, Benzin | 88-104 PS | Doppelvergaser, Einspritzer, mit und ohne Kat |
| 1905 ccm, Benzin | 96-125 PS | Einspritzer, mit und ohne Kat |
| 1905 ccm, Benzin | 148-160 PS | 16-Ventiler, mit und ohne Kat |
| 1769 ccm, Diesel | 60-62 PS | Vorkammerdiesel |
| 1769 ccm, Turbodiesel | 90 PS | Vorkammerdiesel |
| 1905 ccm, Diesel | 64-72 PS | Vorkammerdiesel |
Leider wurde die Palette im Laufe der Jahre immer undurchsichtiger, die Buchstabenkürzel wurden zunächst willkürlich gewählt und später durch Namen, wie Pallas, Tecnic oder Millesime ersetzt.
Das Konzept der Antriebsmechanik erinnert sehr stark an jenes des Großserien-Allradpioniers Audi. So wird die Antriebskraft des BX 4WD wie bei den quattro-Modellen von Audi über ein zentrales Torsen - Differenzial geregelt.
Bemerkenswert ist, dass trotz des erhöhten Platzbedarfs im Fahrzeugheck weder der Innenraum noch der Kofferraum verkleinert wurden. Der hohe Preis verhinderte einen größeren Absatz dieses Modells, obwohl gerade die Kombination von permanentem Allradantrieb und dank Hydropneumatik einstellbarer Bodenfreiheit den BX wesentlich geländegängiger machten, also so manches Mitbewerbermodell.
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