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Citalopram
 

Citalopram.jpgCitalopram * ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) mit einer langen Halbwertszeit von 1,5 Tagen. Wegen der stimmungsaufhellenden Wirkung wird es zur Behandlung von depressiven Erkrankungen eingesetzt.

Wie bei allen SSRI tritt die stimmungsaufhellende Wirkung meistens erst nach einer längeren, bis zu mehreren Wochen andauernden Behandlung ein. Leichte Nebenwirkungen wie Übelkeit, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden, Nervosität, Kopfschmerzen, Zittern, Herzklopfen, vermehrtes Schwitzen, Akkommodationsstörungen der Augen oder Kraftlosigkeit treten sehr häufig sofort ein, legen sich aber meist nach wenigen Tagen. Wie bei allen Serotonin-Wiederaufnahmehemmern muss mit sexuellen Störungen v.a. Orgasmusschwierigkeiten gerechnet werden, auch wenn diese meist vorübergehender Natur sind. Wenig unangenehm wird meistens die Orgasmusverzögerung bei Männern erlebt; auch können SSRI wie Citalopram zu diesem Zweck bei vorzeitiger Ejakulation angewendet werden.

Als sehr seltene Nebenwirkung kann das sogenannte Serotonin-Syndrom auftreten, welches im Extremfall tödlich enden kann. Das Risiko des Auftretens wird durch die gleichzeitige Einnahme von den Serotoninvorstufen Tryptophan bzw. 5-HTP erhöht.

Ebenfalls wie bei anderen SSRI ist Citalopram in Verbindung mit MAO-Hemmern gefährlich und kann sogar tödlich sein.

Anwendung bei alten Menschen


In einer Studie, die im November 2004 veröffentlicht wurde, zeigte Citalopram bei alten Menschen gegenüber Placebo keine Vorteile, jedoch die Nachteile der "Nebenwirkungen". Untersucht wurden 174 Menschen ab einem Alter von 75 Jahren über acht Wochen (American Journal of Psychiatry, 2004;161:2050-2059).

Anwendung bei bestimmten Störungen


Wendet man Citalopram bei Body Dysmorphic Disorder (Dysmorphophobie) an, dann verändern sich im Laufe von 12 Wochen die mit der "Yale-Brown Obsessive Compulsive Skala geändert für BDD" (BDD-YBOCS) gemessenen Werte bei 73% der Patienten so positiv, dass sie keine Beeinträchtigung mehr durch die Erkrankung hatten. Die Studie wurde 2003 im Journal Clinical Psychiatry veröffentlicht.

Chemische Verbindung | Psychiatrie | Antidepressivum

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