Christopher Reeve (* 25. September 1952 in New York City; † 10. Oktober 2004 in Mount Kisco, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Autor. Er wurde bekannt durch die Darstellung des Superman in vier Filmen zwischen 1978 und 1987. Ab 1995 war Reeve durch einen Unfall querschnittgelähmt, trat jedoch vereinzelt weiter als Schauspieler auf.
Reeve arbeitete ebenso an der Bühne wie in der Seifenoper Love of Life, bis er die Chance erhielt, die Rolle des international bekannten 'Superman' im Film von Richard Donner zu verkörpern. Dieser Film wurde ein großer Erfolg und führte zu drei Fortsetzungen. Ironischerweise hat Reeve sich mit diesem Teil seiner Arbeit nie besonders identifiziert. Er war Bühnenschauspieler mit Leib und Seele und zog es vor, klassische Stücke zu spielen, die seine Schauspielkunst forderten. Er sagte einmal, „I want to challenge myself in my roles, not run around on screen with a machine gun“ (Ich will mich selbst in meinen Rollen herausfordern, nicht mit einer Maschinenpistole auf der Leinwand herumlaufen).
1980 spielte er zusammen mit Jane Seymour in Ein Tödlicher Traum, einer Zeitreise-Liebesgeschichte. Obwohl dieser Film bei seiner Veröffentlichung kein großes Aufsehen erregte, erlangte er bald, vor allem bei Studenten, Kultstatus. Seymour hielt so große Stücke auf Reeve, dass sie eines ihrer Kinder nach ihm benannte. 1984 erhielt Reeve gute Kritiken für seine Rolle als Anwalt in Die Damen aus Boston.
Seit 1992 war Reeve mit der Schauspielerin Dana Reeve verheiratet, die beiden haben einen gemeinsamen Sohn namens Will.
Am 27. Mai 1995 wurde er vom Hals abwärts querschnittgelähmt, als er bei einem Cross Country-Reitturnier in Charlottesville, Virginia von seinem Pferd Eastern Express (genannt Buck) stürzte und sich zwei Nackenwirbel brach. Die Querschnittlähmung veranlasste ihn, sich weitgehend aus der Filmproduktion zurückzuziehen. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Rehabilitation und gründete mit seiner Frau Dana das Christopher and Dana Reeve Paralysis Resource Center, eine Einrichtung in Short Hills, New Jersey, die sich darum kümmert, Querschnittgelähmten beizubringen, selbstständiger zu leben. Darüberhinaus setzte er sich stark für die Stammzellenforschung ein.
Trotz der Behinderung war er dennoch ab und zu wieder als Schauspieler zu sehen, so in dem Remake des Alfred Hitchcock-Films „Das Fenster zum Hof“ (Rear Window, 1998), in dem er die vormals von James Stewart gespielte Hauptrolle übernahm.
Am 25. Februar 2003 erschien er in der Fernsehserie Smallville als Dr. Virgil Swann, der dem jungen Clark Kent tiefere Einsicht in seine Herkunft vermittelt. Diese Folge wurde von Kritikern gelobt – die Zuschauer sahen sie als eine gelungene Verbindung der Superman-Generationen. Es war geplant, Reeve in dieser Gastrolle wieder auftreten zu lassen.
Im Jahr 2004 führte er die Regie in „The Brooke Ellison Story“ mit Mary Elizabeth Mastrantonio in der Hauptrolle der Jean Ellison.
Am 10. Oktober 2004 starb Reeve im Alter von 52 Jahren, nachdem er einen Tag zuvor nach einem Herzstillstand ins Koma gefallen war. Ursache war eine Infektion, die er sich durch eine wundgelegene Stelle zugezogen hatte. Bis zu seinem Tod soll er gehofft haben, irgendwann wieder auf zwei Beinen stehen zu können. Ironie des Schicksals oder nicht, hatte doch am Abend zuvor der Präsidentschaftskandidat John Kerry in der öffentlichen TV-Diskussion mit George W. Bush proklamiert, dass er die aus ethischen Gründen nahezu unmöglich gemachte Stammzellenforschung wieder erleichtern möchte, um Menschen wie seinem Freund Christopher Reeve helfen zu können. Reeve war so weit gegangen, die US-Regierung wegen des religiös motivierten Verbots jener Forschung zu verklagen.
(Englisch) „So many of our dreams at first seem impossible, then they seem improbable, and then, when we summon the will, they soon become inevitable.“
(Übersetzung) So viele unserer Träume erscheinen zunächst unmöglich, dann erscheinen sie unwahrscheinlich und dann, wenn wir den Willen aufbringen, werden sie bald unausweichlich.
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