Christoph_Blocher_in_Rapperswil.jpg Christoph Blocher (* 11. Oktober 1940 in Schaffhausen), heimatberechtigt in Schattenhalb (BE), Zürich (ZH) und Meilen (ZH), ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker (SVP).
Christoph Blocher wurde am 10. Dezember 2003 in den Bundesrat gewählt. Er ist mit Silvia Blocher geb. Kaiser verheiratet. Zusammen haben sie drei Töchter und einen Sohn.
1969 trat er in die Rechtsabteilung der Ems-Chemie AG (vormals Emser Werke) in Domat/Ems ein. Ab 1972 war er Direktionsvorsitzender und Delegierter des Verwaltungsrates der Ems-Chemie AG (Domat/Ems) sowie Mitglied verschiedener Verwaltungsräte der Ems-Gruppe. Er wurde Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Ems-Chemie Holding AG im Jahre 1984, nachdem er 1983 die Aktienmehrheit übernommen hatte.
Er verdiente mit der Ems-Chemie mehrere Milliarden Schweizer Franken, die er hauptsächlich in das Unternehmen reinvestierte. Damit gehört Blocher zu den reichsten Personen in der Schweiz. Seine Aktienmehrheit gab er Ende 2003 nach seiner Wahl in den Bundesrat an seine Kinder ab.
Von 1974 bis 1978 war er Mitglied des Gemeinderates Meilen und von 1975 –1980 Mitglied des Zürcher Kantonsrates.
Von 1977 bis 2003 war Christoph Blocher Präsident der Schweizerischen Volkspartei (SVP) des Kantons Zürich und von 1979 bis 2003 Mitglied des Nationalrates.
Als gewiefter Redner und Diskussionsteilnehmer und mit finanziellen Beiträgen trug er wesentlich zum Erfolg der SVP in Kantonen und Bund bei. Blocher war die treibende Kraft hinter der Neupositionierung der Partei. Er machte aus einer deutschschweizerischen, protestantischen und gewerblich-bäuerlichen Partei eine schweizweit aktive rechtsbürgerliche Partei. Gewann die SVP bei den Nationalratswahlen 1975 als kleinste der vier Bundesratsparteien noch 9,9 Prozent der Stimmen, war sie 2003 mit 26,7 Prozent die Partei mit dem grössten Stimmenanteil.
1986 bis 2003 war Christoph Blocher zudem Präsident der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS), die von Gegnern eines schweizerischen UNO-Beitritts gegründet wurde und sich zur rechtsbürgerlichen Propagandaorganisation entwickelte.
Zu den Meilensteinen seiner Karriere als Politiker zählen:
Am 10. Dezember 2003 wurde Christoph Blocher in den Bundesrat gewählt. Mit dieser Wahl erhielt die SVP einen zweiten Bundesratssitz und sprengte die so genannte Zauberformel. Dies auf Kosten der CVP, die seither lediglich mit einem Sitz vertreten ist. Am 1. Januar 2004 übernahm Blocher von Ruth Metzler-Arnold das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement.
Seit seiner Wahl in den Bundesrat kommt es zunehmend zu Diskussionen über Sinn und Inhalt des Kollegialitätsprinzips.
Von einigen ausländischen Medien wurde seine Wahl in den Bundesrat mit den Erfolgen von Jörg Haider in Österreich und Jean-Marie Le Pen in Frankreich verglichen.
Mann | Schweizer | Politiker (Schweiz) | Bundesrat für Justiz und Polizei (Schweiz) | Unternehmer (Industrie) | SVP-Mitglied | Geboren 1940
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