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CGM
Christliche Gewerkschaft Metall
Jahnstraße 12
70597 Stuttgart
Telefon: 07 11 / 24 84 788 0
Telefax: 07 11 / 24 84 788 21
Vereinsdaten
Anschrift: CGM Geschäftsstelle
Verbände: 15 Landesverbände
Mitglieder: über 100.000
Bundesvorstand
Vorsitzender: Reinhardt Schiller
stv.Vorsitzender: Detlef Lutz
stv.Vorsitzender: Adalbert Ewen
Geschäftsführer: Peter Haege
Internet
Website: www.cgm.de
E-Mail: info@cgm.de

Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) ist eine Mitgliedsgewerkschaft des Christlichen Gewerkschaftsbundes.

Geschichte


Der Vorläufer der heutigen CGM wurde von Franz Wieber am 15. Oktober 1899 in Duisburg als Christlicher Metallarbeiterverband (CMV) gegründet. Die Gründung war eine Reaktion auf die bereits erfolgte Gründung der meist sozialistischen Gewerkschaften, in denen sich Arbeitnehmer christlicher Prägung nicht vertreten fühlten.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde die Organisation des Christlichen Metallarbeiterverbandes aufgelöst. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs verweigerten die Alliierten Siegermächte zunächst die Wiedergründung christlicher Gewerkschaften. Darum wurden Einheitsgewerkschaften gegründet. Nach Auseinandersetzungen innerhalb der Einheitsgewerkschaften entstanden Mitte der 1950er Jahre wieder christliche Gewerkschaften.

Aufgaben und Ziele sind u.a. die Wahrung der geistigen, kulturellen und materiellen Interessen der Mitglieder auf der Grundlage der Christlichen Gesellschaftslehre.

Der Christliche Metallarbeiterverband (CMV) benannte sich im Jahre 1991 auf seinem Gewerkschaftstag in Würzburg in Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) um. Gleichzeitig erweiterte er seine Zuständigkeit von den bisherigern "Arbeitern" auf alle Arbeitnehmer in der metallerzeugenden und metallverarbeitenden Industrie und im Handwerk. Gleichzeitig wurde die Tarifarbeit intensiviert. In vielen Handwerksbereichen wurden erstmals Originärtarifverträge abgeschlossen. Ein weiterer tarifpolitischer Durchbruch gelang der CGM durch den Abschluss des wegweisenden Tarifwerks Phönix. In diesem wurden u.a. erstmals Arbeiter und Angestellte nach gemeinsamen Bewertungsgrundsätzen entlohnt, eine flexible Jahresarbeitszeit mit Zeitkonten eingeführt und die Arbeitnehmer am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt.

Streit um Tariffähigkeit


Die IG Metall hat seit Mitte der 1990er Jahre versucht, der CGM die Gewerkschaftseigenschaft abzusprechen und ihr damit die Möglichkeit zu nehmen, Tarifverträge abzuschliessen. Sie begründete dies damit, dass die CGM aufgrund der geringen Mitgliederzahl und der Organisationsstruktur nicht in der Lage sei, sich in ausreichendem Maße gegenüber den Arbeitgebern durchzusetzen und die Einhaltung von Tarifverträgen zu sichern. Damit erfülle sie nicht die an eine Gewerkschaft zu stellenden Mindestanforderungen.

Auf Antrag der IG Metall entschied das Arbeitsgericht Stuttgart am 12. September 2003, dass die CGM keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne ist. Diese Entscheidung wurde jedoch nicht rechtskräftig, da das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg in der Zweiten Instanz am 1. Oktober 2004 entschieden hat, dass die CGM Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne ist. Dieser Richterspruch ist vom Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 28. März 2006 bestätigt worden. Die abgeschlossenen Tarifverträge seien ausreichend, um diese zu begründen. Einen Anhaltspunkt für Scheintarifverträge gebe es nicht. Die Feststellung, dass die CGM den Status einer Gewerkschaft hat, ist damit rechtskräftig.

Literatur


Dr. Bernhard Koch: 100 JAHRE CHRISTLICHE GEWERKSCHAFTEN. Historisches - Grundsätzliches - Erlebtes, edition bentheim.

Siehe auch


IG Metall, Christliche Gewerkschaft

Weblinks


Zur Tariffähigkeit der CGM

Gewerkschaft (Deutschland) | Stuttgart

 

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