Cvpitaliano.gif Cvp_Rumantsch.gif Die CVP ist eine christdemokratische Partei mit einem breiten Spektrum, das von links der Mitte bis zur konservativen Rechten reicht.
Parteipräsidentin ist die Aargauer Nationalrätin Doris Leuthard. Als Vize-Präsidenten fungieren der Freiburger Nationalrat Dominique de Buman und der Schwyzer Ständerat Bruno Frick. Generalsekretär ist Reto Nause, Sekretär der Bundeshausfraktion ist Hannes Blatter.
Im Gasthaus Rössli in Ruswil hatten Vertreter der konservativen Volksbewegung 1840 unter Bauernführer Josef Leu von Ebersol die Ruswiler Erklärung unterzeichnet, die sich gegen den liberalen Zeitgeist wandte. Wenig später wurde im selben Wirtshaus der Ruswiler Verein gegründet, aus dem später die Katholisch-Konservative Partei wurde, die im gesamten 19. Jahrhundert in den Kulturkämpfen eine kirchenfreundliche und in der national-staatlichen Frage eine föderalistische Haltung einnahm.
Bei den Parlamentswahlen 2003 erhielt die Partei im Nationalrat 28 Sitze, im Ständerat 15 Sitze.
Im Bundesrat ist sie seit 1891 mit einem Sitz, von 1919 bis 2003 mit zwei Sitzen vertreten. Am 10. Dezember 2003 wurde die CVP-Bundesrätin Ruth Metzler zugunsten von Christoph Blocher (SVP) abgewählt. Damit verbleibt Joseph Deiss (Volkswirtschaftsdepartement) als einziger CVP-Vertreter im Bundesrat.
Der CVP wird immer wieder vorgeworfen, sie hätte keine klare politische Linie, denn das Spektrum reicht von links der Mitte positionierten christlichen Gewerkschaftern bis zu konservativen Katholiken. Ein Grund für dieses Meinungsspektrum innerhalb der Partei ist die Expansion der Partei in die reformierten Kantone, in denen die CVP eine soziale und liberale Politik betreibt. In den katholischen Stammlanden (Zentralschweiz, Wallis, Tessin) besteht die Wählerbasis noch immer aus eher konservativen Bürgern. Zweiter Grund ist die Dominanz der Partei in den Stammlanden - im Kanton Luzern stellte sie bis ins Jahr 2005 drei von fünf Mitgliedern der Regierung -, welche zu einem Konsenskurs zwang.
Unter der Führung der neuen Präsidentin Doris Leuthard bekam die Partei eine etwas klarere Linie und konnte den Konsensverlust stoppen. Der CVP gelangen im Jahr 2005 Exekutivsitzgewinne im Kanton Solothurn, wo Klaus Fischer den SP-Regierungsrat Roberto Zanetti verdrängte und im Kanton Zürich, wo Dr. Hans Hollenstein den Sitz des zurück getretenen SVP-Mannes Dr. Christian Huber eroberte. Schweizer Medien sprechen vom "Leuthard-Effekt".
Im Kanton Wallis (einer CVP-Hochburg) ist neben der deutsch- und französischsprachigen Kantonalpartei auch noch eine Christlichsoziale Volkspartei Mitglied der CVP Schweiz, die letzte von früher zahlreichen kantonal eigenständigen Christlich-Sozialen Parteien. Sie ist nicht mit der links der Sozialdemokraten positionierten Christlich-Sozialen Partei zu verwechseln. Die CSP Oberwallis ist eine Sektion der CSP Schweiz, welche wiederum eine sogenannte "Vereinigung" innerhalb der CVP ist. Die CSP Schweiz ist die eine der beiden Wurzeln, aus denen sich 1970 die schweizerische CVP bildete. Das sozialpolitische Engagement der CSP ist seit über 100 Jahren von den drei Leitideen Personalität, Solidarität und Subsidiarität getragen.
Weitere Vereinigungen sind unter anderem die CVP Frauen, die Junge CVP und die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Arbeit (AWG), ein Arbeitgeberverband, das Forum de l'enterprise, das Forum politique und die CSP.
Christdemokratische Partei | Schweizer Partei
Christlichdemokratische Volkspartei | Christian Democratic People's Party of Switzerland | Parti démocrate-chrétien | Partito Popolare Democratico (Svizzera) | Christen-Democratische Volkspartij | Chrześcijańsko-Demokratyczna Partia Ludowa Szwajcarii
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