Christian Lous Lange (* 17. September 1869 in Stavanger; † 14. Februar 1938 in Oslo) war ein norwegischer Politiker und Sekretär der Interparlamentarischen Union. 1921 erhielt er gemeinsam mit Karl Hjalmar Branting den Friedensnobelpreis.
In der Folge der Konferenz wurde Lange von der Nobelpreiskommission des norwegischen Parlaments, des Storting, zum ersten Sekretär bestimmt. In dieser Funktion entwickelte er die Grundlagen der Preisträgerauswahl und Preisvergabe der Friedensnobelpreise. Bis 1904 war er zudem der einzige Berater des Komitees und formulierte die Berichte über alle Kandidaten des Preises, die er dann dem Komitee vorlegte. 1904 wurde er Vorsitzender des Nobel-Institutes und behielt diesen Posten bis 1909.
In Jahr 1914 verlegte Lange sein Büro in seine Wohnung nach Oslo, gezwungen durch die Besetzung Belgiens durch die deutschen Truppen im 1. Weltkrieg und organisierte von hier aus das weitere Wirken der Union. Auf einer internationalen pazifistischen Konferenz in Den Haag im April 1915 stellte Lange seine Pläne für eine Friedensorganisierung nach dem Krieg vor, die später von der "Zentralorganisation für einen dauerhaften Frieden" übernommen wurden. 1919 promovierte er mit dem ersten Band seines Werkes "Geschichte des Internationalismus" an der Universität in Oslo.
Im Oktober 1919 konnte Christian Lande den Rat der Interparlamentarischen Union erstmalig nach dem Krieg wieder einberufen, wobei 10 Staaten ihre Vertreter nach Genf schickten. Die erste Nachkriegkonferenz der Union fand 1921 ebenfalls in Genf statt, wohin das Büro Langes 1920 ebenfalls verlegt wurde. Er selbst blieb noch bis 1923 Generalsekretär der Union. 1920 wirkte Christian Lange als Delegierter Norwegens bei der Gründungssitzung des Völkerbundes, wo er sich massiv für die Abrüstung einsetzte. 1921 erhielt er für seine Friedensarbeit bei der Interparlamentarischen Union den Friedensnobelpreis gemeinsam mit dem schwedischen Völkerbundsdelegierten Karl Hjalmar Branting.
Nachdem er 1923 bei der Union ausschied, war er bis zu seinem Lebensende 1938 Delegierter in der Vollversammlung des Völkerbundes.
Friedensnobelpreisträger | Politiker (Norwegen) | Norweger | Mann | Geboren 1869 | Gestorben 1938
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