(Johann) Gottlieb Christian Cantian (* 23. Juni 1794 in Berlin; † 11. April 1866 in Berlin) war ein deutscher Steinmetz und Baumeister.
Der am 23. Juni 1794 geborene Christian Gottlieb Cantian bekam in der väterlichen Werkstatt eine Ausbildung zum Steinmetzen. Nach der Teilnahme an den Befreiungskriegen war er zwischen 1810 und 1813 Schüler an der Berliner Bauakademie. Den Abschluss als Baukondukteur legte er 1819 ab, den als Baumeister 1822. Von 1822 bis 1832 wirkte er als unbesoldeter Stadtbaurat in Berlin.
Die väterliche Werkstatt ging zunächst an den Bruder. Als dieser 1826 starb übernahm Gottlieb Cantian die Firma, deren Name mit zahlreichen Steinmetzarbeiten an bekannten Berliner Monumentalbauten dieser Zeit verbunden ist.
1850 bis 1859 war er Stadtverordneter von Berlin und wurde als Stadtältester geehrt.
Er starb am 11. April 1866 in Berlin, wo er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt wurde. Das monumentale Familiengrab entstand vermutlich nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels.
Schwiegersöhne waren der Ingenieur Johann Wilhelm Schwedler, Erfinder der Schwedlerschen Kuppel (angewandt z.B. an der Neuen Synagoge) und der Eisenbahnbaumeister Eduard Koch, Erbauer des Hamburger Bahnhofs.
Mann | Deutscher | Baumeister | Geboren 1794 | Gestorben 1866
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