| Christchurch City Council |
Christchurch * ist eine an der Ostküste (Region Canterbury) der Südinsel Neuseelands gelegene Stadt mit 343.800 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004). Christchurch gilt als die „englischste“ Stadt Neuseelands, was sich heute noch in der Architektur nachvollziehen lässt. Der Maoriname der Stadt ist Otautahi, benannt nach einem Maorihäuptling, der am Avon River siedelte.
Christchurch ist über einen internationalen Flughafen sowohl aus dem asiatischen Raum, als auch von Australien und Amerika aus zu erreichen.
Christchurch ist die größte Stadt in Canterbury, Neuseeland. Sie liegt am südlichen Ende der Pegasus Bay, in der Mitte der Ostküste auf der Südinsel, zwischen Banks Peninsula, die bis zum 6. März 2006 einen eigenen Distrikt verkörperte und durch eine Volksabstimmung in den Stadt-Distrikt von Christchurch eingegliedert wurde und den Canterbury Plains. Die Stadt reicht im Osten bis am Pazifischen Ozean sowie an die Flussmündungen vom Avon und vom Heathcote River, im Süden und Südosten bis zu den Vulkanausläufern der Port Hills und im Norden bis an den Waimakariri River. Das Umland erstreckt sich noch weiter ins Landesinnere. Zu diesem Gebiet gehören außerdem die Städte Kaiapoi, Prebbleton, Lyttelton und Diamond Harbour. In Folge dieser Eingliederung wurde Christchurch nach Dunedin und vor Upper Hutt zum zweitgrößten Stadt-Distrikt in Neuseeland. Das City-Council grenzt im Norden an den Waimakariri-Distrikt, im Westen an den Selwyn-Distrikt und im Osten an den Pazifischen Ozean.
Ethnische Zusammensetzung:
Akaroa.jpg auf der Banks Peninsula, südöstlich von Christchurch|450px]]
Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Die Nähe zu den Ski-Gebieten und anderen Attraktionen in den Südlichen Alpen sowie zahlreichen Hotels und einem internationalen Flughafen macht Christchurch attraktiv für einem Durchgangsaufenthalt vieler Touristen.
Auch wenn schon vor 1830 europäische Siedler in der Gegend wohnten, so kam der erste Schwung Europäer am 16. Dezember 1850 an, als die First Four Ships, gechartet von der Canterbury Association, in Lyttelton Harbour einliefen. Diese vier Schiffe hießen Randolph, Charlotte Jane, Sir George Seymour and Cressy.
Kapitän Thomas, der Landvermesser der Canterbury Association, vermaß die gesamte Gegend. Im Dezember 1849 gab er den Bau einer Straße von Port Cooper, das spätere Lyttleton, über Sumner nach Christchurch in Auftrag. Dieses Vorhaben drohte beinahe zu scheitern, da eine steile Passage über den Hügel zwischen dem Hafen und dem Heathcote-Tal angelegt werden musste, um zu der vorgesehenen Siedlung zu gelangen. Dieser Pfad wurde als Bridle Path (Zaum-Pfad) bekannt, da er so steil war, dass die Pferde am Zaum geführt werden mussten. In den frühen 1960er Jahren wurde an dieser Stelle ein Straßentunnel angelegt. Heute verläuft dort der Highway 73.
Waren, die zu schwer oder zu sperrig für die Packpferde waren, wurden mit kleinen Segelbooten die acht Meilen an der Küste entlang und die Flußmündung landeinwärts nach Ferrymead verschifft. Neuseelands erste öffentliche Eisenbahnstrecke fuhr ab 1863 von Ferrymead nach Christchurch. Noch heute erinnert der Ferrymead Heritage Park an die Verkehrswege dieser Zeit. Wegen den Gefahren auf dem Bridle Path sowie auf dem Seeweg wurde zwischen Lyttleton und Christchurch ein Eisenbahntunnel angelegt, der 1876 eröffnet wurde.
Die Stadtrechte bekam Christchurch am 31. Juli 1856, weshalb sie die älteste Stadt Neuseelands ist. Viele der gotischen Gebäude des Architekten Benjamin Mountfort sind aus dieser Zeit.
1974 war Christchurch Gastgeber der Commonwealth Games.
Christchurch spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Antarktis-Expeditionen. Sowohl Robert Falcon Scott als auch Ernest Shackleton benutzten den Hafen von Lyttelton als Ausgangspunkt ihrer Reisen. Eine Statue von Scott (angefertigt von seiner Witwe) in der Innenstadt erinnert daran.
Der internationale Flughafen von Christchurch dient heute noch für italienische und amerikanische (Operation Deepfreeze) Antarktik-Programme als Ausgangspunkt. Das International Antarctic Centre bietet sich als Basislager aber auch als Museum und Besucherzentrum an.
An der Treppe des Hauptportals kann man ein Unikat Neuseelands erleben: "The Wizard" taucht zu Mittag mit seiner Stehleiter auf und polemisiert über Gott und die Welt. Er verflucht gleichermaßen die Emanzen wie die Machos, Amerikaner und Kinder. Eben jeden, der ihm gerade auf die Nerven geht. Mit zunehmenden Alter werden allerdings auch seine spektakulären Auftritte immer seltener.
Am Cathedral Square gelegen findet man das ehemalige Main Post Office, in dem nun ein großes Tourismusbüro zu finden ist. Rund um die Kathedrale (Christchurch Cathedral) liegt die Innenstadt von Christchurch. Hier finden sich die wichtigsten Geschäfte und ein großes gastronomisches Angebot.
Im alten Universitätsviertel befindet sich jetzt das so genannte „Arts Centre“, mit vielfältigen kulturellen Angeboten vom Kino bis zum Kunsthandwerk-Markt.
Ebenfalls in fußläufiger Entfernung befindet sich der botanische Garten. Von dort aus kann man auf dem Avon mit einem Kahn eine Bootstour durch den Park machen.
Eine Touristenattraktion ist zweifelsohne die restaurierte Straßenbahn, mit der man die Innenstadt im Sitzen erkunden kann.
Ort in Neuseeland | Ort mit Seehafen | Distrikt in Neuseeland
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