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Der Country-Musiker Chris Hillman (* 4. Dezember 1944 in Los Angeles) gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter des Country Rock. Der breiten Öffentlichkeit bekannt ist er vor allem als Bassist der Byrds.

Anfänge

Chris begann als Bluegrass-Musiker. Mit ein paar Schulfreunden gründete er 1961 die Scottsville Squirrel Barkers. Hier spielte er Mandoline. Nur wenig später schloss er sich den Golden Gate Boys um Rex und Vern Gosdin an. Die Gruppe nannte sich mehrmals um. Unter dem Namen The Hillmen wurde 1963 eine gleichnamige LP produziert. Dann ging man auseinander.

Bassist bei den Byrds

In Los Angeles hatten sich die hochtalentierten Musiker David Crosby, Gene Clark und Roger McGuinn zu den Beefeaters zusammengefunden. 1964 beschloss man, eine Rhythmusgruppe hinzuzufügen. Ausgewählt wurden Michael Clarke als Drummer und Chris Hillman als Bassist. Die Gruppe nannte sich in The Byrds um und schaffte gleich mit ihrer ersten Single, Mr. Tamborine Man, einen Welthit.

Der stille Hillman blieb als Bassist hinter den permanent um die musikalische Vorherrschaft kämpfenden Crosby, Clark und McGuinn fast unbeachtet im Hintergrund. Als Country-Mann hatte er nur wenig Möglichkeiten, die Richtung mitzubestimmen. Das änderte sich erst, nachdem zunächst Clark und dann Crosby die Byrds verlassen hatten. Hillman gelang es den geistesverwandten Gram Parsons in die Band einzuschleusen. Gemeinsam konnte man gegen den Willen McGuinns die Byrds auf Country-Musik umorientieren. 1968 wurde mit Sweetheart Of The Rodeo ein Album produziert, das als Auslöser des kalifornischen Country-Rock gilt.

Gitarrist bei den Flying Burrito Brothers und Manassas

Parsons verließ die Band noch vor Veröffentlichung von Sweetheart Of The Rodeo und schloss sich den Flying Burrito Brothers an. Hillman folgte ein paar Monate später. Bei den Burritos wurde der Country-Rock der Byrds nahezu unverändert beibehalten. 1969 wurde mit dem Album Guilded Palace Of Sin ein weiterer Meilenstein dieses neuen Genres eingespielt.

Der sprunghafte Parsons verließ die Burritos 1971. Die Band verlor ohne das musikalische Genie deutlich an Qualität. Hillman nahm im gleichen Jahr eine Solo-LP auf, arbeitete aber mit den Burritos weiter. Nach zwei unbefriedigenden Alben verließ auch er die Band und schloss sich der von Stephen Stills formierten Manassas an. Obwohl hier namhafte Musiker versammelt waren, blieb der große Erfolg aus.

1973 stieg er aus und gründete mit John David Souther und Richie Furay das Trio Souther, Hillman & Furay, das aber auch nur kurzen Bestand hatte. Unter seinem eigenen Namen wurden mit Slippin' Away und Clear Sailin zwei ausgesprochen durchschnittliche Alben produziert. In diesen Jahren arbeitete er immer wieder kurzzeitig mit den Byrds bzw. ehemaligen Byrds-Mitgliedern zusammen. So entstand etwa 1979 das Album City unter dem Bandnamen McGuinn, Clarke & Hillman.

Frontmann der Desert Rose Band

1982 veröffentlichte Chris Hillman mit Morning Sky und 1984 mit Desert Rose weitere Solo-Alben. Danach arbeite er einige Male mit den Session-Musikern Herb Pedersen, John Jorgenson und Bill Bryson zusammen. 1986 entstand daraus die Gruppe Desert Rose Band. Weitere Mitglieder waren Steve Duncan und Jay Dee Maness.

Zum ersten Mal in seiner Karriere stand Hillman an vorderster Position. Und er und seine Mitstreiter hatten Erfolg. Mehrere Alben und Singles konnten sich in den Charts platzieren. Drei Songs erreichten gar die Spitze. Ab Anfang der neunziger Jahre ließen die Verkaufszahlen nach, und es gab personelle Umbesetzungen. Ein Jahr später löste sich die Band auf.

Diskografie (Solo- und Duett-Alben)

  • 1971 - Chris Hillman
  • 1976 - Slippin' Away
  • 1977 - Clear Sailin'
  • 1982 - Morning Sky
  • 1984 - Desert Rose
  • 1990 - Pages Of Life
  • 1996 - Bakersfield Bound (mit Herb Pedersen)
  • 1997 - Out Of The Woodwork (mit Herb Pedersen)
  • 1998 - Rice, Rice, Hillman & Pedersen
  • 2005 - The Other Side

Weblinks

  • http://www.chrishillman.com/

Mann | US-Amerikaner | Country-Musiker | Geboren 1944

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