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Cholula
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Mexico.Pue.Cholula.Pyramid.02.jpg Cholula ist eine Stadt im mexikanischen Bundesstaat Puebla, welche ca. 15 km westlich vom Stadtzentrum von Puebla liegt. Aufgrund des großen Bevölkerungswachstums von Puebla gehört Cholula heute zur Metropolregion Puebla. Der vollständige Name der Stadt lautet Cholula de Rivadavia und bedeutet in etwa „Zuflucht am Wasserfall“. Sie hat mehr als 100.000 Einwohner auf einer Fläche von ca. 70km2.

Im Stadtgebiet liegt eine der größten jemals errichteten Pyramiden „Tepanapa“ (Sie ist nicht so hoch wie die großen Pyramiden Ägyptens, hat aber mit einer Seitenlänge von mehr als 350m eine größere Grundfläche und ein größeres Volumen). Sie wurde mehrmals überbaut und verfügt somit über verschiedene Schichten. Hernán Cortés lies sie später zuschütten und mit den Steinen einiger nahegelegenen kleineren Pyramiden eine christliche Kirche "Santa Maria de los Remedios" auf ihr errichten. Andere Quellen berichten aber auch, dass bei Ankunft Cortés die Pyramide bereits nicht mehr als solche erkennbar war und er diese deshalb nicht zerstörte. Die Reste dieser Pyramiden sind von der Kirche aus noch sichtbar. Interessant an dieser Pyramide ist, daß man durch ein Tunnelsystem gehen kann, das die verschiedenen Überbauungsschichten eindrucksvoll offenlegt. Diese Tunnels wurden aber zu wissenschaftlichen Zwecken der Archäologen angelegt.

Das besondere an der Kirche, welche durch ein Erdbeben schwer geschädigt wurde, ist die überaus üppige, typisch mexikanisch-barocke Ausgestaltung, bei der fast kein Teil der Kirche innen nicht vergoldet erscheint.

Cholula ist aber auch dafür bekannt, dass sie sehr viele Kirchen besitzt. Alle Kirchen sollen zusammen 365 Kuppeln besitzen. Für jede Kuppel gibt es ein Fest, wodurch jeden Tag ein kleines Feuerwerk zu sehen ist oder zumindest ein paar Böller zu hören sind.

Cholula beherbergt außerdem eine der wichtigsten privaten Universitäten Mexikos, die Universidad de las Américas.

Geschichte


Cholula war schon in prä-kolumbianischer Zeit ein wichtiger Siedlungsort. Wahrscheinlich waren hier schon Menschen weit vor 200 v. Chr. ansässig.

Mexico.Pue.Cholula.Pyramid.01.jpg

Später wurde Cholula zu der zweitgrößten Stadt des Azteken-Reiches. Zur Zeit der Ankunft der Spanier in Mittelamerika hatte die Stadt über 100.000 Einwohner.

Im Jahr 1519 wollte Hernán Cortés ein Exampel statuieren, in folgen dessen es zu einem Massaker an der aztekischen Bevölkerung kam, das mehrere tausend Opfer forderte. Danach wurde die Stadt wahrscheinlich auf Befehl Cortés niedergebrannt.

Einige Jahre später ließ Cortés Cholula als „christliche Stadt“ wieder aufbauen.

Die Stadt wuchs zwar verhältnismäßig stark, erreichte aber nie die Wichtigkeit des nahegelegnen Puebla.

Weblinks


Ort in Puebla | Archäologischer Fundplatz in Mexiko

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