article Related Topics:
Chloramphenicol
 

Chloramphenicol.png
Strukturformel
-

-
Allgemeines
-
Name Chloramphenicol
-
Summenformel C11-H12-Cl2-N2-O5
-
Andere Namen Chloromycetin, Levomycetin
(D-threo-2-Dichloracetamido-1-
(4-nitrophenyl)-propan-1,3-diol
)

-
Kurzbeschreibung Antibiotikum
-
Schmelzpunkt 150,5 °C
-
Wasserlöslichkeit 2500 mg/l bei 25 °C
-
CAS-Nummer 56-75-7
Chloramphenicol ist ein Breitbandantibiotikum, das erstmals 1947 aus Streptomyces venezuelae gewonnen wurde.

Aufgrund der in sehr seltenen Fällen auftretenden, potentiell lebensbedrohlichen Nebenwirkungen (Schädigung des Knochenmarks, aplastische Anämie) wird Chloramphenicol heute nur noch in der Klinik als Reserveantibiotikum verwendet, dessen Einsatz sorgfältig abgewogen werden muss.

Hauptbehandlungsgebiete sind schwere, sonst nicht zu beherrschende Infektionskrankheiten wie Typhus, Paratyphus, Pest, Fleckfieber, Ruhr, Diphtherie und Malaria.

Chloramphenicol wird heute ausschließlich vollsynthetisch produziert.

Wirkweise


Chloramphenicol ist ein Translationshemmer, wirkt also blockierend auf die Knüpfung der Peptidbindung, d.h. hemmend auf die Peptidyltransferaseaktivität, Bindung an die 50S Untereinheit der bakteriellen 70S-Ribosomen. Hierbei ist es gut Gewebegängig, auch durch die Plazenta und in die Muttermilch.

Nebenwirkungen


  • Knochenmarksschädigung: dosisabhängig - Störung der Erythropoese, dosisunabhängig kann eine irreversible Knochenmarksaplasie ausgelöst werden, Auftreten hier mit einer Verzögerung von 2-8 Wochen, Grey-Syndrom,
  • Neurotoxisch, allergische Reaktionen, Herxheimer-Reaktion,
  • Interaktionen mit oralen Antikoagulatien, Methotrexat, Sulfonylharnstoffen - im Sinne einer Wirkungsverstärkung
  • Barbiturate und Phenytoin vermindern die Wirkung von Chloramphenicol
  • Bei gleichzeitiger Einnahme oraler Kontrazeptiva betsteht evtl. ein verminderter Konzeptionsschutz

Kontraindikationen


Chloramphenicol ist insbesondere bei Neugeborenen aufgrund der knochenmarksdepressiven Wirkung und geringen therapeutischen Breite kontraindiziert (Grey-Syndrom). Außerdem ist es bei schwerer Leberinsuffizienz, in der Schwangerschaft und der Stillzeit kontraindiziert.

Weblinks


Information der Giftzentrale der Uni Bonn

Chemische Verbindung | Antibiotikum

Chloramphenicol | Cloranfenicol | Chloramphénicol | Cloramfenicolo | クロラムフェニコール | Chlooramfenicol | Chloramfenikol | Cloranfenicol | Chloramfenikol | คลอแรมเฟนิคอล | Kloramfenikol

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Chloramphenicol".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld