Die Katholisch Patriotische Vereinigung (, KPV) ist die offiziell von der kommunistischen Regierung anerkannte katholische Kirche auf dem Gebiet der Volksrepublik China (mit Ausnahme der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao). Sie zählt nach eigenen Angaben mehr als 5 Millionen Mitglieder. Kritiker der KPV sehen in dieser von den chinesischen Machthabern etablierten Kirche den Versuch der staatlichen Kontrolle über den Katholizismus in China.
Die Existenz der KPV ist einer der Gründe, warum der Heilige Stuhl weiterhin die Regierung von Taiwan als Repräsentantin Chinas ansieht und mit ihr volle diplomatische Beziehungen pflegt.
Trotzdem wurde der katholische Gottesdienst in der staatlichen chinesischen Kirche, völlig nach dem Gebot, alle Vorschriften von nach 1949 nicht zu akzeptieren, bis vor zwanzig Jahren noch nach dem Tridentinischem Ritus gefeiert. Mittlerweile darf aber in den Gottesdiensten der KPV auch manchmal für den Papst in Rom gebetet werden, die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils, vor allem die Liturgiereform, werden auch hier mehr und mehr umgesetzt, und Chinesisch ist – auf Drängen der kommunistischen Behörden – jetzt liturgische Sprache geworden. Mehrere vom Staat ernannte Bischöfe der KPV wurden nachträglich durch den Vatikan bestätigt.
Seit 2000 wurden keine Bischöfe mehr ohne die Zustimmung des Vatikans durch die KPV geweiht. Auch vom Vatikan wurde ein starkes Interesse gezeigt, die seit 1951 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen eventuell schon 2008 wieder aufzunehmen. Jedoch kam es Anfang Mai 2006 zu einem erneuten Zerwürfnis zwischen der KPV und dem Vatikan. Binnen einer Woche wurden die beiden Bischöfe Ma Yinglin und Liu Xinhong, ohne auf vorherige Zustimmung des Vatikans zu warten, zu Bischöfen geweiht. Letztgenannter bat, auf Grund der Vorbehalten des Vatikans gegen ihn, im Februar noch um eine Verschiebung der Bischofsweihe. Am 3. Mai willigte er dann, vermutlich auf Druck der kommunistischen Partei, doch in seine Weihe ein.
Dies führte zu einem scharfen Protest des vor kurzem zum Kardinal ernannten Erzbischofs von Hong Kong Joseph Zen, sowie durch den Papst Benedikt XVI.. Kurz darauf wurden, dem Kirchenrecht folgend, die beiden neuen Bischöfe, sowie die Bischöfe die sie weihten, von der römisch-katholischen Kirche für latae sententiae exkommuniziert erklärt, so Vatikanpressesprecher Joaquin Navarro-Valls.
Im Anschluss an diese Bischofsweihen, verweigerte die KPV von dieser Praxis der nicht päpstlich autorisierten Weihen Abstand zu nehmen, und führte am 14. Mai 2006 Zhan Silu in sein Amt als Bischof der Diözese Mindong ein. Er war bereits im Jahre 2000 ohne Zustimmung zum Bischof geweiht worden. Dieser hatte den Vatikan von seiner Weihe informiert, auf seinen Brief aber keine Antwort erhalten. Ein Sprecher der KPV erklärte ihr Verhalten für rechtmäßig, da alle geweihten Bischöfe von „qualifizierten Priestern demokratisch gewählt wurden“. Ebenso solle der Vatikan vor Aufnahme diplomatischer Beziehungen die chinesischen Bedingungen (Anerkennung der „Ein-China-Politik“ sowie Nichteinmischung in innere Angelegenheiten) erfüllen.
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"Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung".
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