Cheseaux-sur-Lausanne ist eine politische Gemeinde im Distrikt Lausanne des Kantons Waadt in der Schweiz.
Die Fläche des 4.6 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Gros de Vaud, der Kornkammer des Kantons Waadt. Die Hochfläche wird im Süden durch das Tälchen der Mèbre begrenzt. Nach Westen erstreckt sich der Gemeindeboden bis in das Quellgebiet der Chamberonne und der Petite Chamberonne mit den Waldgebieten von Plamont und Bois du Dévin. Im Osten reicht das Gebiet an den Hang des Signal de Morrens, an dem mit 680 m ü. M. der höchste Punkt von Cheseaux-sur-Lausanne erreicht wird. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 20 % auf Siedlungen, 15 % auf Wald und Gehölze und 65 % auf Landwirtschaft.
Zu Cheseaux-sur-Lausanne gehören neue Wohnquartiere und Gewerbe- und Industriezonen. Nachbargemeinden von Cheseaux-sur-Lausanne sind Crissier, Sullens, Boussens, Etagnières, Morrens und eine Exklave von Lausanne.
Mit der Schaffung von Gewerbe- und Industriezonen seit den 1960er Jahren wurde die Wirtschaftsstruktur des Dorfes markant verändert. Zu den bedeutenden Firmen von Cheseaux-sur-Lausanne zählt die Nagravision SA Kudelski, die seit 1969 im Ort ansässig ist und Tonaufnahmegeräte herstellt. Weitere Unternehmen sind im Maschinenbau, in der Feinmechanik, im Baugewerbe sowie in der Möbel- und Nahrungsmittelbranche tätig.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die vor allem in Lausanne arbeiten.
Cheseaux-sur-Lausanne wird durch die Chemin de fer Lausanne-Echallens-Bercher bedient. Am 5. November 1873 wurde der Abschnitt von Lausanne nach Cheseaux, am 2. Juni 1874 die Fortsetzung nach Echallens in Betrieb genommen. Ferner gibt es Buslinien von Cheseaux-sur-Lausanne nach Cossonay und nach Cugy.
Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 kam Cheseaux-sur-Lausanne unter die Verwaltung der Landvogtei Lausanne. Die Dorfherrschaft besass von 1554 bis 1769 die Familie de Loys. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte das Dorf von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Lausanne zugeteilt.
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