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Der Chemnitzer FC (bis 1990 FC Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Fußballverein aus der sächsischen Stadt Chemnitz. Seine Heimspiele trägt der Verein im Stadion an der Gellertstraße aus, das Platz für 15.000 Zuschauer bietet.

Geschichte


Verein

Der Verein wurde 1946 als SG Chemnitz-Nord gegründet. 1950 wurde der Verein in BSG Fewa Chemnitz umbenannt und nur ein Jahr später erhielt er erneut einen anderen Namen und hieß nun BSG Chemie Chemnitz. Nach der Umbenennung der Stadt am 10. Mai 1953 hieß der Verein BSG Chemie Karl-Marx-Stadt. Am 3. März 1956 wurde der SC Motor Karl-Marx-Stadt gegründet und übernahm den Ligaplatz der BSG. 1963 wurde der Zusatz Motor aus dem Vereinsnamen entfernt, sodass der Club jetzt SC Karl-Marx-Stadt hieß. Am 15. Januar 1966 wurde, im Rahmen einer Neuordnung des DDR-Fußballs, die Fußballabteilung aus dem Gesamtverein herausgelöst und spielte fortan unter dem Namen FC Karl-Marx-Stadt. Nach der Rückbenennung der Stadt in Chemnitz erhielt der Verein am 1. Juni 1990 seinen derzeitigen Namen Chemnitzer FC.

Sportlich

Anfang der Fünfziger Jahre spielte Chemnitz zunächst in der zweitklassigen DDR-Liga und schaffte 1954 den Aufstieg in die DDR-Oberliga. Nach dem Abstieg 1957 spielte der Verein noch einmal vier Jahre unterklassig, bevor er 1962 in die Oberliga zurückkehrte. Mitte der sechziger Jahre liefen die Spieler erstmals in himmelblauen Trikots auf, die bis heute das Markenzeichen des Clubs sind. Nach einer überragenden Saison und sieben Punkten Vorsprung auf den Zweitplazierten Lok Leipzig konnten die Chemnitzer 1967 die DDR-Meisterschaft gewinnen. In der folgenden Saison traten die Himmelblauen im Europapokal der Landesmeister an, unterlagen aber bereits in der ersten Runde dem belgischen Vertreter RSC Anderlecht mit 1:2 und 1:3. 1969 gelang dem Verein der Einzug in das Finale um den FDGB-Pokal, welches allerdings in Dresden mit 0:4 gegen den 1. FC Magdeburg verloren wurde.

1970 stieg der Verein erneut aus der Oberliga ab, jedoch gelang in der folgenden Saison der sofortige Wiederaufstieg. In den Siebziger und Achtziger Jahren spielte FC Karl-Marx-Stadt ununterbrochen in der Oberliga und stand am Saisonende meistens im Mittelfeld der Tabelle. 1983 und 1989 erreichte der Verein noch zweimal das FDGB-Pokalfinale, verlor jedoch beide Endspiele gegen den 1. FC Magdeburg bzw. den BFC Dynamo. 1989 gelang den Himmelblauen mit dem dritten Rang der Einzug in den UEFA-Pokal. Nachdem der FCK Boavista Porto und den FC Sion ausgeschaltet hatte, gab es in der dritten Runde gegen Juventus Turin zwei Niederlagen (0:1, 1:2). 1990 wurde der Verein Vizemeister der DDR. Den Titel verpassten die Chemnitzer nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Dynamo Dresden. Im UEFA-Pokal 1990/91 war nach zwei 0:2-Niederlagen gegen Borussia Dortmund bereits nach der ersten Runde Schluss.

Mit dem 5. Tabellenrang in der letzten Oberligasaison 1990/91 qualifizierten sich die Chemnitzer für die 2. Bundesliga und schlossen die erste Saison 1992 mit einem achtbaren vierten Rang ab. 1993 gelang dem CFC der Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals. Nachdem die Mannschaft zuvor unter anderem Werder Bremen aus dem Wettbewerb warf, scheiterte sie am Überraschungsteam Hertha BSC Amateure. Nach fünf Jahren Zugehörigkeit stiegen die Chemnitzer 1996 aus der zweiten Bundesliga ab. Die folgenden drei Jahre spielte der Club in der Fußball-Regionalliga Nordost. 1997 und 1998 gelang es dem Verein zweimal in Folge den Sachsenpokal zu gewinnen und sich somit die Teilnahme am DFB-Pokal im darauffolgenden Jahr zu sichern. Nachdem Chemnitz die Saison 1998/99 als Tabellenerster abschloss, konnten sich die Himmelblauen in den Aufstiegsspielen gegen den VfL Osnabrück durchsetzen (2:0, 0:1) und kehrten somit in die 2. Bundesliga zurück. Nur zwei Jahre später stieg der CFC jedoch nach einer desolaten Saison mit nur 3 Siegen aus 34 Spielen als Tabellenletzter wieder ab. Seitdem spielte der Verein in der Regionalliga Nord und kämpfte dort in den letzten Jahren regelmäßig gegen den Abstieg. In der Saison 2005/2006 stieg man als Tabellenletzter in die Oberliga Nordost/ Süd ab. Der Chemnitzer FC wurde in dieser Saison Gewinner des ODDSET-Landespokals (Sachsenpokal) und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal. Zudem stiegen die A-Junioren in die Bundesliga auf und wurden Landespokalsieger.

DDR-Nationalspieler


Folgende Chemnitzer Spieler trugen während ihrer Zeit beim CFC das Trikot der DDR-Nationalmannschaft:

Bekannteste Spieler


Trainer


Präsidenten


  • Alfred Bernhardt
  • Erich Baumgärtel
  • Herbert Voigtländer
  • Werner Günther
  • Heinz Gensel
  • Karl Schneider
  • Illing
  • Werner Thomßen
  • Karl-Heinz Müller
  • Hans Groschwald
  • Roland Hauschild
  • Karl-Heinz Friedrich
  • Werner Thomßen
  • Winfried Maier
  • Lutz Waszik
  • Klaus Schreiter
  • Claus-Peter Nofri
  • Eberhard Langer
  • Lutz Waszik
  • Bernd Robert Leichthammer
  • Frank Kapp - seit 05.05.2003

Führungsstruktur


Stand: Juni 2006

Vorstand

  • Präsident: Frank Kapp
  • Wolfgang Sittig, Karlheinz Sarfert, Dr. med. habil. Mathias Hänel, Thomas Steger

Aufsichtsrat

  • Vorsitzender: Uwe Reißmann
  • stellv. Vorsitzender: Dr. Eberhard Langer
  • Gunter Kermer, Roland Freund, Torsten Straßburger, Peter Naujokat, Erwin Trageser

Aktueller Kader


Stand: 21. Juni 2006

Tor

AbwehrMittelfeldAngriffTrainerCo-Trainer

Erfolge


  • 1964 Intercup Gruppensieger
  • 1967 Deutscher Fussballmeister der DDR und EC I (Vorrunde RSC Anderlecht)
  • 1969 FDGB Pokalfinalist
  • 1983 FDGB Pokalfinalist und internationales Spiel
  • 1989 FDGB Pokalfinalist und internationales Spiel und EC III (Porto, Sion, Turin)
  • 1990 Vizemeister und EC III (Dortmund)
  • 1991 Aufstieg 2. BL
  • 1993 DFB Hallenmastersfinale und DFB Pokal Halbfinale
  • 1997 Sachsenpokalsieger
  • 1998 Sachsenpokalsieger
  • 1999 Aufstieg 2.BL
  • 2006 Sachsenpokalsieger

Weblinks


Deutscher Fußballverein | Chemnitz (Sport)

Chemnitzer FC | Chemnitzer FC | ケムニッツFC

 

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