article

Karte
bgcolor="#FFFFFF"
Chemnitzer_stadtteil_reichenbrand.gif
Basisdaten
- bgcolor="#FFFFFF"
Fläche: 4,37 km²
- bgcolor="#FFFFFF"
Einwohner: 6378 (30. Juni 2001)
- bgcolor="#FFFFFF"
Bevölkerungsdichte: 1459 Einw./km²
(30. Juni 2001)

Reichenbrand liegt im Westen der Stadt Chemnitz und wurde als Bestandteil der ehemaligen Stadt Siegmar-Schönau im Jahr 1950 eingemeindet. Im Gegensatz zu Siegmar oder Schönau konnte sich hier die industrielle Entwicklung nicht durchsetzen. An den Stadtteil grenzen Rabenstein, Siegmar und Mittelbach sowie die Gemeinde Neukirchen/Erzgeb..

Auf Reichenbrander Flur befinden sich die „Pelzmühle“ und der „Tierpark“ – ursprünglich gehörte beides zum Stadtteil Rabenstein. Südwestlich erhebt sich der 366,6 m hohe „Kaßberg“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Chemnitzer Stadtteil) an dem sich der „Stärkerwald“ anschließt. Der „Holzbach“ bildet bis knapp vor der Neefestraße die südöstliche Flurgrenze. Die schon erstmals 1347 erwähnte, 1699 bis 1701 und nochmals 1804 bis 1810 neu errichtete „Johanneskirche“ steht an der Kreuzung Zwickauer- und Hohensteiner Straße.

Erwähnenswert ist noch die „Brauerei Bergt“, die das „Reichenbrander“-Bier braut. Seit 1874 ist die Brauerei in Familienbesitz, jedoch wurde sie 1972 verstaatlicht. Erst nach der politischen Wende in der DDR ging sie wieder an die Familie Bergt über, die 1994 noch das „Bergt-Stübl“ eröffneten.

Verkehr


Von Chemnitz her kommend führt durch den Stadtteil die B 173 (Neefestraße) nach Zwickau. Die Bahnstrecke nach Hohenstein-Ernstthal und Zwickau durchquert den Stadtteil im Norden.

Mit dem Omnibussen der CVAG kann man mit den Linien 24, 38, 47 und 48 nach Reichenbrand gelangen.

Geschichte


Das zur Herrschaft Rabenstein gehörige Reichenbrand wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt. Wie die anderen Ortschaften der Herrschaft ging der Ort 1375 zum Chemnitzer Benediktinerkloster über, die Bannmeile von 1331 ließ auch hier keine Etablierung von Handwerk und Handel zu – erst 1555 wurden sieben Handwerker erlaubt. Durch die „Rabensteiner Fehde“ (1375 bis 1548) wurde der Großteil der Bauern 1517 nach Limbach lehnspflichtig. Auch nach der Auflösung des Chemnitzer Klosters blieben diese Bauernhöfe beim Rittergut Limbach, während der Klosterbesitz dem Amt Chemnitz unterstellt wurde. Die nach Limbach gehörigen Bauernhöfe wurden 1800 vom Rittergut Niederrabenstein aufgekauft. Ab 1822 war Reichenbrand sogar selbst kurzzeitig Sitz eines Rittergutes, welches sich am heutigen Rosenweg befand und 1873 niederbrannte. Reichenbrand bildete aufgrund der Landgemeindeordnung ab 1839 eine eigene Landgemeinde, ließ sich aber 1922 von Siegmar eingemeinden.

Die Pest drang 1633 durch die Wasserentnahme aus dem Dorfbach hervor, so dass ab 1665 Wasserleitungen zu den flureigenen Quellen gelegt wurden, so z. B. der Mühlgraben. Hölzerne Rohrleitungen versorgten die Reichenbrander u. a. entlang der heutigen Zwickauer Straße bis hin zur Kirche.

Im ehemaligen Ortsteil „Hart“ (altdtsch. Hardt = bewaldeter Berg), der sich oberhalb der heutigen Rabensteiner Straße befand, entstanden ab 1710 viele kleine Häuschen, in denen die Strumpfwirkerei Einzug hielt. Eine Bleiche entstand im Jahr 1723.

Im Jahr 1856 wurde mit dem Bau der Eisenbahnstrecke ChemnitzZwickau begonnen. Zunächst sollte ein Bahnhof an der heutigen Unritzstraße entstehen, gebaut wurde er aber an seinem heutigen Platz in Siegmar.

Gasthof Reichenbrand

Schon 1653 ist von einem Schenkgut, das zum Rittergut Limbach gehörte, die Rede. Im Jahr 1822 wird der Gasthof mit Tanzsaal und einem Obergeschoss erbaut und 1889 nach Osten hin erweitert. Eine Attraktion war die im parkähnlichen Außengelände stehende Sommerrodelbahn. Die Weltwirtschaftskrise brachte Einbußen hervor, wovon sich der Gasthof bis zur Schließung 1950 nur schwer erholte. Zunächst wurde der Gasthof von der „Wismut A. G.“, dann vom „Deutschen Fernsehfunk“ und dem „Sportclub Karl-Marx-Stadt“ genutzt. Heute gehört das Gebäude zum Sportamt Chemnitz.

Weblinks


Ortsteil von Chemnitz | Ort in Sachsen

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Chemnitz-Reichenbrand".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld