| Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Chemnitzer_stadtteil_harthau.gif | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 6,30 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 2346 (31. Dezember 2001) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 372 Einw./km² (31. Dezember 2001) | |
Harthau ist ein südlicher Stadtteil von Chemnitz, der an die Stadtteile Altchemnitz, Erfenschlag, Klaffenbach, Berbisdorf und Markersdorf grenzt. Er erstreckt zwischen dem Harthwald und Pfarrhübel entlang des Unterlaufs des Flusses Würschnitz und der B 95 nach Annaberg-Buchholz bis hin zum Harthauer Berg. Im Norden reicht Harthau bis an den Zusammenfluss des Zwönitz- und Würschnitzflusses zum Fluss Chemnitz.
Im Jahre 1895 wurde die Eisenbahnlinie von Chemnitz nach Stollberg in Betrieb genommen, welche durch Harthau führt und hier den einzigen Eisenbahntunnel in Chemnitz durchquert. Die Strecke wird nach erfolgter Elektrifizierung seit dem 15. Dezember 2002 von Fahrzeugen der Chemnitzer Stadtbahn befahren, deren Eigentümer die City-Bahn Chemnitz GmbH ist.
Eine erste Besiedlung fand vermutlich schon im 12. Jahrhundert statt. Es entstanden zu dieser Zeit die beiden Orte Harth und Wartha. Die beiden Orte wurden später Wüstungen, da deren Bewohner sich im Würschnitztal und an den Hängen des Pfarrhübels ansiedelten. Der Ort Harthau (Ort im Bergwald) wurde 1340 erstmals urkundlich erwähnt. Im Zuge der Säkularisierung des Klosters in Chemnitz wurde Harthau 1548 Amtsdorf und 1838 eine selbständige Gemeinde. Mit elektrischem Strom wird Harthau als erster Ort im Chemnitzer Umkreis seit 1889 versorgt. Von den Luftangriffen von Februar bis März 1945 war auch Harthau als bedeutende Industriegemeinde betroffen. Bereits 1920 wurde eine Eingemeindung nach Chemnitz vorbereitet, welche jedoch auf Grund von Meinungverschiedenheiten nicht zustande kam – erst 1950 erfolgte auf Beschluss der sächsischen Landesregierung die Eingemeindung.
1797 erwarb Carl Friedrich Bernhard ein Grundstück in Harthau zum Bau einer Fabrik und errichtete mit Hilfe von Evan Evans eine der bedeutendsten Spinnereien Sachsens, die zusammen mit der Spinnmühle von Wöhler und Lange am Fischweg in Furth die Industrielle Revolution im Chemnitzer Raum und in Sachsen einleitete. Selbst Johann Wolfgang von Goethe besuchte 1810 die als technisches Wunderwerk geltende und äußerst erfolgreiche Spinnerei. Nach den Befreiungskriegen ging die Spinnerei in Konkurs und gehörte u. a. Conrad Friedrich Wieck und Carl Gottlieb Haubold. Gerüchten zufolge war hier Karl May im Jahr 1861 als Fabrikschullehrer tätig.
Die Gebäude der alten Spinnerei, zu DDR-Zeiten von der „VEB Kammgarnspinnerei“ genutzt, sind heute noch weitestgehend erhalten und werden derzeit in ein Alten- und Pflegeheim umgebaut.
Siehe auch: Sanierung der Bernhardschen Spinnerei
Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts soll in Harthau Kupfer abgebaut worden sein. Später kamen Silber und Steinkohle hinzu. Alle Bergbauversuche wurden später erfolglos eingestellt. Bis ins 20. Jahrhundert erfolgte der Abbau von Schiefer.
In Harthau wurden die beiden Maler Arthur und Constantin Feudel geboren. Beide wurden vor allem in den Niederlanden und in New York sowie in Italien und Dresden bekannt – in Chemnitz sind sie jedoch fast vergessen. 2007 wird in Harthau der 150. Geburtstag Arthur Feudels gewürdigt.
(Quelle: Heimatsammlung Harthau)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Chemnitz-Harthau".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world