Der Chemiepark Marl (ehemals Chemische Werke Hüls AG) in Marl im Ruhrgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern. Die Anlagen der hier tätigen 30 Unternehmen bieten etwa 10.500 Mitarbeitern Arbeit und stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund und werden zum größten Teil vollkontinuierlich betrieben. Der Chemie-Standort ist der drittgrößte Verbundstandort in Deutschland.
Neben etwa 900 Gebäuden stehen auf dem Gelände mehr als 100 Produktionsbetriebe, mehrheitlich der Chemieindustrie. Ein insgesamt 1.200 Kilometer langes, internes Rohrleitungsnetz ist auf Rohrbrücken von insgesamt 30 Kilometern Länge verlegt. 55 km Straßen und insgesamt 100 km Schienen verlaufen auf dem Gelände. Es existieren zwei Kläranlagen und drei Elektrizitätswerke, das Kanalnetz ist 70 km lang. Die Versorgung mit Rohstoffen erfolgt mittels Pipelines, Schiff, Bahn und Lkw.
Aspekte des Brand- und Arbeitsschutzes sowie der Anlagensicherheit aber auch des Umweltschutzes spielen eine besondere Rolle bei der wichtigen Frage der Gesamtsicherheit des Industrieparks. Betreiber des Chemieparks Marl ist die Firma Infracor.
Der Park ist Ankerpunkt der Route der Industriekultur und kann besichtigt werden.
Quellen: Bernhard Lorentz/ Paul Erker, Chemie und Politik, Die Geschichte der Chemischen Werke Hüls 1938- 1979, München 2003
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