Die Chauken waren ein germanischer Stamm, der im heutige deutschen Teils der friesischen Siedlungsgebiete lebte. Sie selbst nannten sich "Habukóz", was Falke bedeutet. Sie trugen viele Schmuckstücke in Falkenform oder Federn.
Da die Chauken Germanicus die Stellung von Hilfstruppen zusagten, wurden sie in die Bundesgenossenschaft mit Rom aufgenommen.
Die Namen der ehemaligen chaukische Siedlungen dieses Gebietes enden meist auf "-e(r)ns" - zum Beispiel Cleverns, Esens, Popens, Wiesens, Ziallerns und andere. Der Chaukenstamm ging in der Völkerwanderungszeit wahrscheinlich im Großstamm der Friesen auf, nach anderen Quellen auch in den der Sachsen. Die friesischen Ortschaften im Siedlungsgebiet enden auf "-um" (von "hem" = "heim"). Beispiele sind: Canum, Loppersum, Pewsum, Werdum, Büsum und andere mehr.
Tacitus schilderte die Chauken als wehrhaftes, aber friedliches Volk, das ein großes Gebiet bewohnte und bei seinen Nachbarn hoch angesehen war. Nach anderen Quellen waren sie jedoch auch als Seeräuber berüchtigt; sie vertrieben auch die Ampsivarier im Jahr 58 aus dem Gebiet der Emsmündung.
In den Marschgebieten zwischen Ems- und Elbmündung siedelten die Chauken auch auf künstlich angelegten Hügeln (Wurten).
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