Poitier Belafonte Heston Civil Rights March 1963.jpg und Harry Belafonte beim Civil-Rights-Marsch, 1963]]
Charlton Heston (gebürtig John Charlton Carter; * 4. Oktober 1923 in Evanston, Illinois, USA) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Er gilt als ausgezeichneter Charakterschauspieler.
Name
Heston wurde schon als Kind "Chuck" genannt - als Kurzform seines zweiten Vornamens Charlton (in den meisten englischsprachigen Ländern wird bei männlichen Nachkommen der Mädchenname der Mutter als Mittelname eingesetzt). Heston nahm nach der Scheidung seiner Eltern mit "Heston" den Nachnamen seines Stiefvaters an.
Schauspieler
Karriere
Seit
1941 wirkte er in über 100 Film- und Fernsehproduktionen mit - meist als
Schauspieler, aber auch als
Regisseur und
Drehbuchautor. Der 1,89 Meter (6,2ft) große
Hüne wurde sechsmal zum Vorsitzenden der
Vereinigung amerikanischer Drehbuchautoren gewählt.
Charlton Heston erhielt zwei Oscars: 1960 für seine Hauptrolle im Film Ben Hur (gedreht 1958 und 1959 in die Kinos gekommen) und 1977 für sein humanitäres Engagement den Jean Hersholt Humanitarian Award (einen Ehrenoscar).
Auszeichnungen
Charlton Heston bekam
1960 den
Oscar für die
beste Hauptrolle in dem Film
Ben Hur. Außerdem erhielt Charlton Heston folgende Preise:
Politiker
In den 1960ern
Heston galt in den USA als politisch
liberal. Er arbeitete mit
Martin Luther King zusammen, half schwarzen Schauspielern in
Hollywood, nahm an der Bestreikung von Lokalen teil, die keine Schwarzen als Gäste akzeptierten und führte die Teilnehmer bei Kings Protestmarsch
1963 an, der zur rechtlichen Verankerung von Bürgerrechten
1964 führte. Bis heute ergreift Heston für Gleichberechtigung und gegen Rassismus das Wort. Nach der Ermordung von
Martin Luther King forderte er restriktive Waffengesetze.
Gesinnungswandel
Später setzte er sich für das uneingeschränkte Recht auf Waffenbesitz ein, wie es im
2nd Amendment zur
Bill of Rights festgelegt ist.
1997 wurde Heston Vizepräsident der Waffenbesitzervereinigung
National Rifle Association und war von
1998 bis
2003 deren Präsident. Im April
2003 trat er nach seiner Erkrankung an
Alzheimer von dem Amt zurück. Noch in seiner Rücktrittserklärung bemerkte er:
"You can have my gun when you can pry it loose from my cold, dead hand" (dt.
Sie können meine Waffe bekommen, wenn sie sie aus meiner kalten, toten Hand lösen können). Zu früheren Forderungen nach restriktiven Waffengesetzen stellte er nur lapidar fest:
"I had been misguided!" (dt.
Ich war fehlgeleitet!)
NRA-Aktivitäten
Für sein Engagement für die
National Rifle Association (NRA) wurde Heston vielfach kritisiert. Der Filmemacher
Michael Moore stellte Heston in seinem Film
Bowling for Columbine als pietätlos in Zusammenhang mit den US-amerikanischen Schulmassakern dar, da er, trotz des vorangegangenen
Schulmassakers, kurze Zeit später NRA-Kundgebungen in Littleton abhielt.
Der US-Rapper Ice-T war bereits Mitte der 1990er in einem Buch hart mit Heston ins Gericht gegangen, nachdem Heston auf einer Time-Warner-Aktionärsversammlung den Wortlaut des Liedtextes von Cop Killer vorgelesen hatte und Ice-T darauf seinen Vertrag mit dem Medienkonzern verlor.
Heston gilt als entschiedener Gegner der political correctness.
Filme
Literatur
- The Actor's Life (ISBN 0671830163)
- In the Arena: An Autobiography (ISBN 157297267X)
- Beijing Diary (ISBN 0671687069)
- To Be a Man: Letters to My Grandson (ISBN 0743213114)
- Charlton Heston Presents the Bible (ISBN 1577192702)
- Charlton Heston's Hollywood: 50 Years in American Film (with Jean-Pierre Isbouts, ISBN 1577193571)
Weblinks
Mann | US-Amerikaner | Schauspieler | Filmschauspieler | Oscarpreisträger | Geboren 1924
Charlton Heston | Charlton Heston | Charlton Heston | Charlton Heston | چارلتون هستون | Charlton Heston | Charlton Heston | チャールトン・ヘストン | Charlton Heston | Charlton Heston | Charlton Heston | Charlton Heston