Charles Robert "Charlie" Watts (geboren am 2. Juni 1941 in Islington, London, England) ist seit über 40 Jahren Schlagzeuger der Rolling Stones, verfolgt nebenbei aber auch Soloprojekte.
Er besuchte die Fryant Way Infants School in Kingsbury. Seit 1952 ging er auf die Tylers Croft Secondary Modern School. Mit 13 Jahren kaufte er sich ein Banjo, verlor aber schnell die Lust am Spielen. Zu Weihnachten 1955 bekam er von seinen Eltern Linda und Charles ein einfaches Schlagzeug geschenkt und fand Gefallen am Instrument. 1960 verließ Watts die Kunstschule Harrow Art School und arbeitete für eine Werbeagentur. 1961 schrieb er mit Ode To A High Flying Bird ein Buch über Charlie Parker, welches 1965 veröffentlicht wurde.
Seit 1960 spielte Watts in der Band Blues By Five. Auf ihn aufmerksam geworden, bot Alexis Korner ihm 1961 an, seiner Band Blues Incorporated als Schlagzeuger beizutreten, doch Watts musste beruflich bis Februar 1962 nach Dänemark. Nach seiner Rückkehr nach England spielte er im Trio des Komikers und Pianisten Dudley Moore, doch kurz darauf trat er Blues Incorporated bei. Bei einem Auftritt im Ealing Club 1962 traf Watts erstmals Brian Jones. Dieser wurde nun ebenfalls als Gitarrist Mitglied bei Blues Incorporated. Nach einem Auftritt im April 1962 wurde der junge Mick Jagger als Sänger der Band engagiert.
Im Juli 1962 trennten sich Jones und Jagger von Blues Incorporated und gründeten mit Keith Richards, Dick Taylor, Ian Stewart und Mick Avory die "Rolling Stones". Im Dezember 1962 verließ Watts Blues Incorporated, da er sich für nicht gut genug hielt, um mit so ausgezeichneten Künstlern zusammenzuspielen. Zur gleichen Zeit wurde bei den Stones der Bassspieler Dick Taylor durch Bill Wyman ersetzt. Da auch Mick Avory die Stones verließ, trat die Band kurzzeitig ohne Schlagzeuger auf. Nach einem "Aufnahmegespräch" zwischen Ian Stewart und Watts traten die Rolling Stones am 12. Januar 1963 erstmals mit Charlie Watts am Schlagzeug auf – eine Besetzung die jahrelang Bestand haben sollte. Er gilt als Fundament der Band und wurde 1989 mit der Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen
In den 70er und 80er Jahren war Watts lange Zeit alkoholabhängig, konnte sich aber von dieser Sucht lösen. In den 80er Jahren tourte er mit einer Big Band, der auch Musikerkollegen wie Jack Bruce, Evan Parker und Courtney Pine angehörten.
Watts ist seit 1964 mit seiner Frau Shirley verheiratet. Ihre Tochter Seraphine wurde 1968 geboren. 2004 diagnostizierte man beim ehemaligen Raucher Watts Kehlkopfkrebs. Nach einer Strahlentherapie ist er genesen und ist seit August 2005 mit den Stones erneut auf Welttournee.
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