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Charles de l´Ecluse (lat. Carolus Clusius) (* 18. Februar 1526 in Arras, Frankreich; † 4. April 1609 in Leiden, Niederlande) war Gelehrter, Arzt und Botaniker. Kurz wird er auch oft nur Clusius genannt.

Er spielte eine große Rolle bei der Verbreitung der Kartoffel und Tulpe in Europa.

Von 1573-1576 war er Hofbotaniker Maximilians II. in Wien, wo er einen Medizinalkräutergarten und das erste Alpinum anlegte. Er gilt als erster Erschließer der österreichischen Alpenflora, durch botanische Exkursionen auf Ötscher und Schneeberg.

Als 1576 Rudolf II., der Sohn Maximilians II., alle Angestellten mit protestantischem Glauben entließ, fand Clusius in Balthasar Batthyány, dem Burgherrn von Güssing, einen Freund und Förderer. In Güssing verfasste Clusius sein bedeutendes Werk "Stirpium Nomenclator Pannonicus", die erste österreichische Pflanzenkunde. Seine Arbeiten über die Flora von Österreich und Ungarn blieben durch mehr als 100 Jahre maßgebend.

Einige Pflanzenarten sind nach ihm benannt:

Ebenso nach ihm benannt ist die tropische Pflanzengattung der Clusien (Clusia), die namengebend für die Clusiengewächse (Clusiaceae) ist.

Außerdem führte er die Fritillaria imperialis in Österreich ein.

Weblinks


Botaniker | Mediziner (16. Jh.) | Franzose | Mann | Geboren 1526 | Gestorben 1609

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