Charles Talbot, 1. Duke of Shrewsbury, 12. Earl of Shrewsbury (* 24. Juli 1660; † 1. Februar 1718) war ein britischer Politiker.
Talbot trat unter der Regentschaft von König Karl II. 1681 zum Protestantismus über und musste deshalb sofort nach der Thronbesteigung Jakobs II. seinen Dienst als Oberst der Kavallerie aufgeben. Talbot gehörte zu den maßgeblichen Führern der Whig-Partei, welche 1688 Wilhelm von Oranien nach England zu kommen aufforderten. Nach der Thronbesteigung belohnte König Wilhelm III. Talbot mit dem Amt eines Staatssekretärs und erhob ihn 1694 als "Marquis von Alton" und "Herzog von Shrewsbury" in den Adelsstand.
1697 quittierte Talbot, nicht ohne Grund beschuldigt, mit dem geflohenen König Jakob II. Verbindungen angeknüpft zu haben, seinen Dienst. Später aber wurde Talbot zum Oberkammerherrn Wilhelms von Oranien ernannt. Das gleiche Amt bekleidete Talbot, nachdem er sich der etwas gemäßigteren Tory-Partei genähert hatte. Königin Anne berief Talbot 1710 zum Lord-Statthalter von Irland und wurde 1714 von Anne kurz vor ihrem Tod als Lord-Großschatzmeister an die Spitze des Ministeriums gestellt. Diese Ernennung trug wesentlich dazu bei, die friedliche Thronbesteigung Georgs I. zu sichern.
Im Alter von 57 Jahren starb Charles Talbot am 1. Februar 1718 kinderlos. Mit ihm erlosch der Herzogstitel im Mannesstamme. Den Grafentitel erbte eine Seitenlinie.
Mann | Brite | Politiker (Großbritannien) | Peer | Geboren 1660 | Gestorben 1718
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"Charles Talbot, 1. Duke of Shrewsbury".
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