Karl Halle (*11. April 1819 in Hagen/Westf.; † 25. Oktober 1895 in Manchester), oder Sir Charles Hallé, wie er sich später nannte, war Pianist and Dirigent und vor allem bekannt als Gründer des Hallé-Orchesters.
Seine ersten Klavierstunden erhielt Halle von seinem Vater, der als Organist arbeitete, er studierte 1835 unter Rink in Darmstadt, bevor er 1836 nach Paris zog, wo er bis zu den Revolutionswirren von 1848 lebte. In dieser Zeit arbeitete er regelmäßig mit Künstlern wie Cherubini, Chopin und Liszt zusammen und war mit den Literaten Alfred de Musset und George Sand befreundet. Er hatte gerade eine erfolgreiche Reihe von Kammermusik-Soiréen mit Alard und Franchomme begonnen, als ihn die 48er Revolution zur Umsiedlung nach England zwang. Dort gründete er 1858 in Manchester das Hallé-Orchester, mit dem er eine Reihe von klassischen Konzerten gab. Er war der erste Pianist, der in England das gesamte Werk der Klaviersonaten von Beethoven beherrschte.
Charles Hallé wurde im Jahr 1888 für seine Verdienste um das englische Musikleben zum Ritter geschlagen und starb im Alter von 64 Jahren in Manchester.
Am 25. Oktober 1995, dem 100. Todestag von Karl Halle, wurden zu Ehren dieses Hagener Weltbürgers seine Klavierwerke vom bekannten Pianisten Wolfgang Glemser im Maschinensaal der Hagener Fachhochschule welturaufgeführt.
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