| ਚੰਡੀਗੜ੍ਹ चंडीगढ़ Caṇḍīgaṛh Chandigarh | Staatsform | indisches Unionsterritorium Hauptstadt zweier Bundesstaaten | Hauptstadt | Chandigarh | Fläche | 114 km² | Einwohnerzahl | 900.914 (2001) | Lokale Sprache | Hindi, Punjabi | ||||||
Die indische Stadt Chandigarh (punjabi: ਚੰਡੀਗੜ੍ਹ, hindi: चंडीगढ़, Caṇḍīgaṛh, *) die selbst den Status eines Unionsterritoriums genießt, ist zugleich die Hauptstadt der beiden indischen Bundesstaaten Punjab im Westen und Haryana im Osten der Stadt.
Im Jahre 2001 betrug die Einwohnerzahl des Unionsterritoriums 900.914 Menschen, die der eigentlichen Stadt Chandigarh 808.796. Hauptsprachen sind Hindi, Punjabi und Englisch. Die Analphabetenrate liegt unter 20 %.
Ein Flugzeugabsturz im Jahre 1951 über Ägypten beendet seinerzeit eine der erfolgreichsten Karrieren des bereits weit bekannten international tätigen Architekten und Stadtplaner, Maciej (Matthew) Nowitzki. Dieser ist, bis ihn sein unerwartetes Schicksal ereilt, mit den ersten Planungen für Chandigarh befasst. Sein Nachfolger wird auf besonderen Wunsch Nehrus, des Ministerpräsidenten des befreiten Indiens, der französischsprachige Architekt Le Corbusier.
Nach der Abspaltung des hindisprechenden Punjab (Haryana) wurde keine neue Hauptstadt gebaut, so dass Chandigarh Hauptstadt für beide Bundesstaaten blieb. Chandigarh selbst jedoch gehört nicht zu den beiden Staaten, sondern wird als Unionsterritorium von der Zentralregierung in Delhi aus verwaltet.
Die Inder nennen Chandigarh City Beautiful (Die Schöne Stadt).
Chandigarh ist in sogenannte Sektoren aufgeteilt, der kontrovers diskutierte Architekt Le Corbusier entflocht dabei die städtischen Funktionen zu relativ monokulturlichen Zonen. In diesen wird entweder gewohnt, verkauft oder gearbeitet. So ist z.B. Sektor 17 der Shopping-Sector, Sektor 35 Kneipen- und Restaurantsektor. Für die großen Distanzen zwischen den Zonen ist das ideale Transportmittel der Personenkraftwagen, das Fahrradrikscha oder das Tuc-Tuc.
Der Bahnhof Chandigarhs liegt acht Kilometer außerhalb der Stadt. Die strenge Funktionenteilung im Innern der Stadt macht Chandigarh zur Stadt der langen Wege. Im Gegensatz zu vielen anderen indischen Städten, die unter täglichem Verkehrschaos und chaotischer Bevölkerungsdichte leiden, hat Le Corbusier solche Engpässe in der städtischen Infrastruktur durch seine vorausschauende und großzügige Planung vermieden. Architektonisch ist Chandigarh in mehrfacher Hinsicht sehr reizvoll. Die meist vom Le Corbusiers Cousin Pierre Jeanneret oder Schülern geplanten differenziert gestalteten Wohnbauten mit vielen unterschiedlichen Bautypen, vielen Blendgittern und Transennen an den Fassaden, die in den feuchtheißen Sommern dieser Region für Beschattung und Durchlüftung sorgen, geben der Stadt ein eigenes Flair. Viele davon sind schon mehrfach verändert worden.
Die monumentalen Regierungsbauten Le Corbusiers machen die Stadt zu einer Architektenpilgerstätte. Die in Sichtbeton ausgeführten Bauwerke liegen in Sektor 1, dem "Kopf" der Stadt. Ursprünglich plante Le Corbusier drei Regierungsbauwerke, den Justizpalast, das Parlament und den Gouverneurspalast. Letzteres wurde jedoch nicht realisiert. Neben dem künstlichen Plateau, auf dem die Regierungsbauten stehen, findet sich das 250 Meter lange Sekretariatsgebäude, ebenfalls ein Entwurf von Le Corbusier. Von weitem gesehen sind die Bauwerke immer noch beeindruckend. Man wird aber sehr bald die meisten dieser Bauten sanieren oder aus Sicherheitsgründen für die Benutzung sperren müssen. Der Beton zeigt bereits alle Stadien arger Auflösungserscheinungen.
Interessanterweise nehmen alle neuen indischen Städte Chandigarh als Planungsvorbild.
Die Verbindung zu Delhi werden durch eine tägliche Flugverbindung und den Shatabdi Express (Fernzug) gewährleistet.
Ort in Indien | Indisches Unionsterritorium
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