Die Challenger-Expedition war eine Forschungsreise, die von der Korvette HMS Challenger unternommen wurde und die wichtige Aufschlüsse über die Beschaffenheit des Meeresbodens und der Lage von Inseln gegeben hat.
Von dort aus ging es über den Südatlantik nach Tristan da Cunha und zum Kap der Guten Hoffnung. Dort lief die Challenger am 17. Dezember 1873 vorbei zu den Prinz-Edwards, Crozet-, Kerguelen- und McDonald-Inseln in die antarktische Polarregion bis auf 66°40' südliche Breite und in 78° östliche Länge. Man hielt hier nach der Terra australis incognita Ausschau, konnte jedoch kein Land entdecken.
Man steuerte wieder nordwärts und gelangte am 17. März 1874 nach Melbourne, ging später nach Sydney, Neuseeland, Fidschi zur Torres-Straße, die Südküste von Neuguinea und die Molukken. Anschließend lief man die Philippinen an, ging von dort wieder an die Nordküste Neuguineas zu den Admiralitätsinseln und kam am 11. April 1875 in Yokohama (Japan) an. Über die Sandwichinseln, Tahiti und das Juan-Fernández-Archipel begann die Rückreise, auf der über Valparaíso und die Magellanstraße die Falklandinseln angelaufen wurden. Über Montevideo, die Kapverdischen Inseln und Vigo gelangte die Challenger am 24. Mai 1876 mit reicher Ausbeute an wissenschaftlichem Material nach Portsmouth zurück.
Insgesamt erstreckte sich die Fahrt auf 68.890 Seemeilen. Man nahm während der Reise 374 Tiefseelotungen, 255 Tiefseetemperaturmessungen und 240 Schleppnetzzüge vor.
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