Chablis ist eine Gemeinde im französischen Département Yonne (Region Burgund) in der Nähe von Auxerre und Pontigny. Die Gemeinde hat 2594 Einwohner (Erhebung 1999), verfügt über eine Grundfläche von 38,83 km² und liegt auf einer Höhe von 140 m ü. NN.
Das Chablis ist auch das nördlichste Weinbaugebiet im französischen Burgund. Hauptsächlich wird auf 6834 Hektar Kalksteinhängen die weiße Rebsorte Chardonnay angebaut. Die Rebfläche verteilt sich auf Chablis sowie auf 19 angrenzende Gemeinden. Aktuell sind von den 6834 Hektar zugelassenen Landes ca. 4280 Hektar bestockt. Der erzeugte Wein wird unter dem Namen Chablis vermarktet. Er ist fruchtig, trocken und von einer erfrischenden Säure. Chablis hat meist eine grün-goldene Farbe.
Trotz seines überaus bekannten Namens war das Anbaugebiet nahezu verschwunden. In den Jahren 1957 und 1961 wurde ein Großteil der Rebstöcke durch Spätfröste zerstört. Die meisten der zerstörten Rebbestände wurden nicht erneuert, da die Spätfrostgefahr im Chablis jederzeit akut ist. Außerdem war der Arbeitsaufwand im Weinberg aufgrund der Steillagen sehr intensiv. Erst die Entwicklung neuer Systeme zum Schutz der Reben vor Spätfrost sowie die zunehmende Mechanisierung der Arbeit führten zu einem Umdenken bei den Winzern und somit zu Neuanpflanzungen.
Es gibt vier verschiedene Qualitätsstufen, die alle als eigene Appellation d'Origine Contrôlée (AOC) eingestuft sind. Die Abstufungen erfolgten aufgrund der unterschiedlichen Qualität der Böden und des Kleinklimas:
Obwohl die Weine aus Chablis alle aus Chardonnay bestehen, sind sie dennoch sehr variabel, weil die Winzer sehr verschiedene Methoden zum Ausbau der Weine verwenden. Die meisten vergären den Traubensaft in Stahltanks, andere bevorzugen neue oder auch bereits gebrauchte Barriques.
Weinbaugebiet | Weißwein | Ort im Burgund
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