Chañarcillo ist ein historischer Minenort im Kleinen Norden Chiles in der Región de Atacama.
Die alten Silberminen von Chañarcillo liegen etwa 50 km südlich von Copiapó.
1855 wurde eine Eisenbahnverbindung zwischen Copiapó und Chañarcillo errichtet.
1859 kam es in Copiapó und Chañarcillo zur Revolución Constituyente. Der Minenbesitzer Emiterio Goyenechea führte in der Atacama-Region seine eigene Silberwährung ein. Die Stadt Copiapó prägte eigene Silber-Pesos und Centavos, weil sie sich von der Zentralregierung abgespalten wollte. Die Regierung von Manuel Montt Torres entsandte daraufhin Truppen um die Revolution niederzuschlagen. Am 29. April 1859 schlug eine Armeeeinheit unter Leutnant Salvador Urrutia die Revolutionäre von General Pedro León Gallo bei La Serena.
Um 1890 endete der Silberrausch, der aus der nahen Stadt Copiapó ein kulturelles Zentrum gemacht hatte.
Heute ist die Minengegend menschenleer. Es gibt keine offiziellen Führungen. Das Betreten des Minengeländes ist sehr gefährlich, da es viele ungesicherte Stolleneingänge gibt. Allerdings ist ein neues Touristenzentrum angedacht.
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