Der Stadtbezirk Chūō (Jap. 中央区, Chūō-ku; Bezirk Mitte) zählt 116.497 Einwohner, ist 27.84 km² groß und damit der siebt- (Einwohner) bzw. sechstgrößte (Fläche) der neun Bezirke von Kōbe. Er hat eine Bevölkerungsdichte von 4185 pro km². (September 2005)
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Lage
Der Bezirk Chūō wurde
1980 aus den damaligen Bezirken Fukiai-ku und Ikuta-ku gebildet und erstreckt sich vom
JR-Bahnhof Kōbe im Südwesten bis kurz vor den Bahnhof Nada im Osten und von der Osaka-Bucht im Süden bis zum 469 m hohen Futatabi-san des
Rokkōbergrückens. Auch die künstlichen Inseln
Port Island und
Flughafen Kōbe gehören zum Bezirk.
Damit liegen die meisten kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Zentren der Stadt Kōbe in „Mitte“:
- das Stadtzentrum Sannomiya (三宮),
- das Büro- und Geschäftsviertel Motomachi (元町),
- das ehemalige Ausländer- und Handelsviertel Kyukyoryūchi (旧居留置),
- das alte Hafen- und neue Einkaufsviertel Harborland (ハーバーランド),
- das unter Denkmalschutz gestellte ehemalige Ausländerviertel Kitano-chō (北野町),
- die Chinatown Nankin-machi (南京町) und
- das neueste Stadtentwicklungsprojekt HAT Kōbe
Geschichtliches
Das Fischerdorf Hyōgo im
gleichnamigen Nachbarbezirk und Tempelanlagen in der Nähe des
Ikuta-Schreins in Chūō bildeten die Anfänge der Stadt Kōbe, die
1868 als Außenhandelshafen gründet wurde.
Das Erdbeben in Kōbe 1995 richtete im Bezirk Mitte immensen Schaden an. Im Anschluss an das Beben kam es in den unbewohnten und nun verlassenen Straßenzügen um die Vergnügungsmeile Higashimongai vereinzelt zu nächtlichen Plünderungen.
Die Landverbindungen Richtung Osten, also in den Osten der Stadt, nach Osaka und Kyoto waren unterbrochen und die Stadt wochenlang quasi in zwei Teile geschnitten, Chūō aus Akashi und von der See her versorgt.
Sehenswürdigkeiten
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| - Schreine:
- Tempel:
- Tairyu-ji (大龍寺) auf dem Futatabi-Berg
- Tokkou-in (徳光院)
- das „Wetterhahn-Haus“ von 1909 des dt. Händlers Gottfried Thomas und andere Ausländerhäuser (異人館) in Kitano-chō
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- Aussichtsetage im 24. Stock des Rathauses von Kōbe
- der Nunobiki Wasserfall (布引の滝)
- das Gästehaus mit Ausstellung der Präfektur, Kōbe Kōkan (神戸公館)
- Gartenanlage und Residenz Sōrakuen (相楽園)
- Chinatown Nankin-machi
- das Wahrzeichen und Aussichtsturm Kōbe Port Tower
- Meriken-Park mit dem Maritimen Museum Kōbe
- Hafenrundfahrt ab Harborland, z.B. mit dem Schiff Concerto
- Aussichtspunkt Venus Bridge
- jährliche Kōbe Jazz-Street
- Luminarie Lichterfest in der Vorweihnachtszeit vom Hihashi-Kōen (東公園, wörtlich: Ostpark) bis Motomachi (japanische Seite)
Museen und andere Einrichtungen
- Tagungs- und Messekomplex „Kobe Convention Complex“
- das WHO Zentrum für Gesundheitsentwicklung (englische Webseite)
- Untergrundpassagen Sanchika (さんちか)
- Ladenpassage Sannomiya Center-Gai (bis Bahnhof Kōbe)
- Laden- und Unterhaltungskomplex „Mosaic“ in Harborland
- Moschee von Kōbe
- katholische Kirche Kōbe
- Präfekturale Universität Hyōgo
- Krankenpflegehochschule der Stadt Kōbe
- Yamate-Universität Kōbe
Verkehr
Der Bezirk verfügt über einen
Flughafen, einen
Shinkansen-Bahnhof (
Shinkōbe), Bahnhöfe der
Tōkaidō-Linie von
JR West, Bahnhöfe der Eisenbahngesellschaften
Hankyū,
Hanshin,
Kōsoku-Kōbe und
Sanyō, sowie der beiden U-Bahnlinien Kōbes. Die
Hanshin-Autobahn Nr. 3 durchquert „Mitte“, mehrere bis 7,2 km lange Tunnel unter dem
Rokkō in Verbindung mit dem
Sanroku-Bypass verbinden Shinkōbe mit dem nördlichen und westlichen Umland.
Siehe auch
Weblinks
中央区 (神戸市) | Stadtbezirke von Kōbe