| Bandwürmer | ||||||||||||
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| Taenia_saginataL.jpg (Taenia saginata)]] | ||||||||||||
| : | Bilateria |
| Stammgruppe: | Urmünder (Protostomia) |
| : | Platyzoa |
| : | Plattwürmer (Plathelmintes) |
| : | Neodermata |
| : | Bandwürmer |
Sie leben wie die Saugwürmer (Trematoda) als Parasiten im Darm von verschiedenen Wirbeltieren und haben auch wie die Saugwürmer eine Außenhülle aus verschmolzenen Zellen (Syncytium) ausgebildet. Diese Außenhülle wird als Neodermis bezeichnet und dient sowohl der Nahrungsaufnahme als auch dem Schutz vor der Verdauung durch den Wirt. Aus diesem Grunde werden beide Taxa den Neodermata zugeordnet. Bei den Bandwürmern ist diese Neodermis besonders dick ausgebildet und besitzt einen Saum aus Mikrovilli, die bei den Echten Bandwürmern auch noch in einer Spitze auslaufen und so borstenähnliche Strukturen bilden (Mirkotrichen).
Als weitere Anpassung existieren bei ihnen Halteorgane, die im Normalfall am Vorderende als Hakenkränze oder Saugnäpfe ausgebildet sind und einen so genannten Scolex bilden. Bei den Gyrocotylidea sind die Haltestrukturen dagegen am Hinterende als Rosettenorgan ausgebildet. Mit diesen Halteorganen heftet sich das Tier an die Darmwand des Wirtes.
Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Bandwürmer Zwitter und besitzen entsprechend sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane. Bezüglich ihrer Ausstattung mit Geschlechtsorganen unterscheidet man die Monozoischen Bandwürmer von den Echten Bandwürmern:
Die meisten Bandwürmer gehören zu den Echten Bandwürmern. Bei ihnen liegt im Normalfall jeweils ein Satz mit beiden Geschlechtsorganen in einer eigenen Proglottis, wobei es auch Arten gibt, die über einen doppelten Geschlechtssatz in jedem dieser Körperabschnitte verfügen. Die Proglottiden werden nach der Befruchtung einzeln abgeschnürt und gelangen so über den Kot des Wirtes nach außen. Die Monozoischen Bandwürmer besitzen im Gegensatz dazu nur eine einfachen Satz an Geschlechtsorganen und entlassen ihre befruchteten Eier durch einen Porus in den Darm des Wirtes.
Die Larven bilden im Regelfall Cysten, also Dauerstadien im Gewebe eines Zwischenwirts, die nur bei wenigen Arten wie etwa den zu Gattung Echinococcus gehörigen Fuchsbandwürmer (Echinococcus multilocularis) eine Vermehrungsaktivität in Form einer asexuellen Vermehrung durchmachen. Im Normalfall bleiben die Cysten inaktiv, bis die Gewebe durch Fraß in den Darm des Endwirt gelangen, in dem sich die Larven zu den adulten Würmern umbilden.
Die ausgewachsenen Würmer haften sich im Normalfall durch Saugnäpfe oder einen Hakenkranz im Darm des Endwirts fest und nehmen hier die bereits durch die Verdauungsenzyme des Wirts freigesetzten Nährstoffe direkt durch die Haut auf. Als Schutz gegen die Enzyme dient dabei die Neodermis, die den pH-Wert um das Tier verändert und damit die Enzymaktivität hemmt.
| Bandwurmei.jpg |
| Bandwurm Eipaket.jpg |
Bei fast allen Arten der Bandwürmer gibt es einen Wirtswechsel im Verlauf der Ontogenese, bei einigen Arten auch verbunden mit einem Generationswechsel.
Die Cestoda sind zweigeschlechtlich und sie produzieren durch gegenseitige Befruchtung zahllose Nachkommen. Besonders bei vielen Arten der Echten Bandwürmern kommt es bei ihnen dabei auch häufig zu einer Selbstbefruchtung, bei der die Samenzellen aus den Hoden einzelner Proglottiden des vorderen Körperabschnittes die Eizellen in den Eierstöcken der Proglottiden des hinteren Körperabschnittes befruchten.
Cestoda | Cestodo | Cestoda | Trakavice | Cestoda | Lintwormen | Tasiemce | Cestoda | Tapeworm | Pásomnice (Cestodes) | Trakulje | Cacing pita | Bandmask | Стрічковий хробак | 絛蟲綱
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