Centralpark.png Der Central Park in New York City wurde 1853 als Landschaftspark eingerichtet und wird seitdem auch als Volkspark genutzt. Er erstreckt sich heute auf einer Länge von 4 km von der 59th bis zur 110th Straße und 750 m Breite zwischen der 5th und der 8th Avenue, und wird auch die grüne Lunge New Yorks genannt. Mit ca. 340 ha nimmt er etwa 5% der Bodenfläche Manhattans ein.
Schließlich waren es der reiche Kaufmann Robert B. Minturn und seine Frau Anna M. Wendell, die ein Komitee gleichgesinnter Bürger gründeten, um einen Park ähnlich der europäischen Vorbilder zu verwirklichen. Hauptaufgabe des Komitees war es, ein geeignetes Gebiet zu finden. Es mussten aber auch die Behörden und die New Yorker selbst vom Nutzen eines Parks überzeugt werden. Die Voraussetzungen waren daher:
Die Entscheidung fiel auf ein Gebiet am East River, das Jones Wood genannt wurde. Jones Wood war ein sumpfiges, hügeliges Waldstück, das von ca. 1600 Menschen besiedelt wurde. Zumeist lebten dort arme Einwanderer und farbige Amerikaner. Am 11. Juli 1851 wurde die Verfügung erlassen, die es der Stadt erlaubte, das Areal zu kaufen.
The Lake Central Park.jpg Vor dem Startschuss für die Bauarbeiten musste erst einmal festgelegt werden, wie die Anlage gestaltet werden soll und wie hoch die Ausgaben sein durften. Daher gründete die Stadt 1857 eine Parkkommission, den Board of Commissioners. Dieser rief im selben Jahr einen Wettbewerb ins Leben, um Vorschläge für die Anlage zu sammeln.
Gewonnen hatte Vorschlag Nr. 33 von Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux. Dieser Entwurf wurde als Greensward Plan bekannt. Dieser sah vor, die unterschiedlichen Gegenden der USA in Ausschnitten als Naturpark nachzubilden, darin aber auch zahlreiche Plätze, Spielplätze und Orte, die dem Wohlbefinden und der Zerstreuung dienen (z. B. Restaurants, Aussichtsturm), zu integrieren. Denn es sollte auch ein Park für alle Bürger, und eine Oase der Erholung werden. Man sah vor, die Verbindungsstraßen abzusenken, um den Gesamteindruck nicht zu stören. Zudem wollte man weitgehend auf architektonische Strukturen verzichten. Eine Promenade sollte an einem See entlang führen. Die Fußwege sollten abseits der Fahrwege liegen, damit man ungestört spazieren gehen könne. Ein Cricketplatz sollte, im Norden liegend, einfach zu erreichen sein. Die Parkkommission nahm nur wenige Veränderungen vor.
Bis 1866 waren 20.000 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Vielen Arbeitslosen gab das Unternehmen wieder Beschäftigung. Trotz der niedrigen Löhne waren viele bereit, auch nachts und sonntags zu arbeiten. Als 1859 ein Teil der Arbeiter streikte, um höhere Löhne zu fordern, wurden sie entlassen, denn es gab genug Arbeitssuchende, die die Bedingungen akzeptierten. Maurice Brazil Prendergast 001.jpg: Central Park, New York (1901)]] Während der Arbeit an der Anlage wurden Veränderungen am ursprünglichen Plan durchgeführt. Zum Einen wurde aus Kostengründen auf billigere Materialien beim Bau der zahlreichen Brücken zurückgegriffen. Zum Anderen wurde die Idee eines privaten Zoos integriert, der 1870 im Süden der Anlage sein Zuhause fand. Dieser Zoo wurde mit allerlei Tieren beschenkt, darunter Hirsche, Gänse, Stachelschweine und Präriewölfe. Außerdem wurde eine Beleuchtung der Wege eingerichtet, um den Park nachts sicherer zu machen. Nach und nach wurden weitere Eingänge geschaffen und Wege verbreitert.
Noch während der Arbeiten wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Da die Kommission fürchtete, das Niveau der Anlage könne sinken, wurden Nutzungsrichtlinien erarbeitet. Darin wurde festgelegt, wer wann den Park betreten dürfe. Die wohlhabenden Bürger (und Geldgeber) fühlten sich durch die Ärmeren belästigt. Es wurde verboten, Bäume und Sträucher zu beschädigen, oder sein Vieh zum Grasen in den Park zu treiben. Ferner durften keine der üblichen Massenpicknicks, oder Militärparaden stattfinden, um die Attraktivität nicht zu stören.
1870 ging die Verwaltung in die Hände des Bürgermeisters über, der eine neue Parkkommission gründete. Olmsted und Vaux wurden als Landschaftsarchitekten entlassen, da sie die Arbeit der Stadt zu sehr kritisierten. Tatsächlich aber stellte die neue Kommission Projekte fertig, welche vorher nur oberflächlich erledigt werden konnten. Vaux wurde später nochmals als Landschaftsarchitekt eingestellt, sein Wirkungskreis war aber geringer. Olmsted und Vaux verstarben vor der Jahrhundertwende.
Während die Strukturen des Parks erhalten blieben, änderte sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts sein Umfeld. Immer neue Wolkenkratzer rahmten die Anlage ein und gaben ihm ein anderes Erscheinungsbild. Langsam gehörten Autos zum Stadtbild, die jetzt auch für die Mittelschicht erschwinglich wurden. Damit der Park vom Durchgangsverkehr nicht zu sehr belastet wurde, wurden Ampelanlagen errichtet und Geschwindigkeitsbeschränkungen erlassen.
Im Park wurden neue Spielplätze errichtet, ihre Anzahl stieg auf 424. Wege wurden erneuert, Bäume und Sträucher beschnitten und entfernt, um neue Ansichten zu präsentieren. Ein Ordnungsdienst kümmerte sich um den Müll, illegale Verkäufer und Obdachlose. Öffentliche Stimmen sagten, der Park ähnelte bereits fast mehr einem Freizeitpark als einer naturnahen Landschaft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs New York zur Metropole des internationalen Kapitalismus. Trotz des parallel statt gefundenen Wirtschaftswachstums nahm die Armut zu. Als Folge daraus sah man die steigende Zahl der Raubüberfälle im Park. Es wurde dringend davon abgeraten, den Park nachts zu betreten. Immer mehr gehörten Obdachlosigkeit und Prostitution ins Alltagsbild des Parks.
Mitte der 60er Jahre wurde der Central Park als Ort für Konzerte und große politische Versammlungen beliebt. Konservative Kreise fürchteten um das Bild des Parks; Einschränkungen des Versammlungsrechts konnten aber nicht durchgesetzt werden.
Mit der wirtschaftlichen Rezession der 70er Jahre fehlte es der Stadt immer mehr an finanziellen Mittel, so dass der Park vernachlässigt wurde und teilweise verkam.
Seit 13. April 2005 erhält die Central Park Conservancy auch Unterstützung vom noch jüngeren Austrian Cultural Forum, welches mit der eigens gegründeten Ignaz Pilat Society zur Sanierung von "The Ramble" - einem 18 Hektar großen Urwald mitten im Park welches dazumals von Pilat gestaltet wurde - beiträgt. Sie unterstützt die Central Park Conservancy mit Spendengeldern und freiwilliger Arbeit, welche (Auslands-)Österreicher gemeinsam mit New Yorkern durchführen sollen und auch tun - ganz im Sinne des kulturellen Austausches und der Sanierung des Parkteilstücks, und nicht zuletzt auch zur Eigenwerbung bzw. zur Popularitätssteigerung des "fast vergessenen" Pilat.
Vom 12. bis 28. Februar 2005 verwirklichte Christo nach langen Diskussionen mit der Stadtverwaltung im Central Park das Kunstprojekt The Gates, eine Installation mit 7500 Toren aus safrangelben Stoffbahnen.
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