| Wappen | Karte | |||
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| Castroprauxel wappen.png | Lage der Stadt Castrop-Rauxel in Deutschland.png | - align="center" bgcolor="#FFFFFF" | Wahlspruch: Europastadt im Grünen | |
| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |||
| Regierungsbezirk: | Münster | |||
| Regionalverband: | Regionalverband Ruhr | |||
| Kreis: | Recklinghausen | |||
| Geografische Lage: | ||||
| Höhe: | 98,6 m NN | |||
| Fläche: | 51,66 km² | |||
| Einwohner: | 77.780 (30. Juni 2005) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 1506 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahlen: | 44575 - 44581 (alt: 4620) | |||
| Vorwahlen: | 02305 02367(Henrichenburg) | |||
| Kfz-Kennzeichen: | RE | |||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 62 004 | |||
| Stadtgliederung: | 13 Stadtteile | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Europaplatz 1 44575 Castrop-Rauxel | |||
| Webseite: | www.castrop-rauxel.de | |||
| E-Mail-Adresse: | stadtinformation@Castrop-Rauxel.de | - | Politik | |
| Bürgermeister: | Johannes Beisenherz (SPD) | |||
Castrop-Rauxel ist eine Stadt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen.
War der Slogan der Stadt früher noch „Industriestadt im Grünen“ (über 60 % der Stadtfläche sind Grünfläche), so ist davon durch die Schließung aller Zechen und den Strukturwandel nur noch „... im Grünen“ übriggeblieben, geschmückt mit dem Titel „Europastadt“.
Es gibt zwar inzwischen einige wenige Hochtechnologieunternehmen, die auch bundesweit zu den Markt- und Technologieführern zählen, aber dennoch wird Castrop-Rauxel immer mehr Wohnstadt für die benachbarten Städte Dortmund und Bochum.
Europastadt Castrop-Rauxel, gelegen im Ruhrgebiet zwischen Recklinghausen, Dortmund, Bochum und Herne, ist geprägt durch den Bergbau und die Montanindustrie. Die Stadt ist Mitglied im Regionalverband Ruhr.
Castrop-Rauxel liegt im östlichen Zentrum des Ruhrgebietes am Rhein-Herne-Kanal, der mit dem Victor-Hafen als wichtiger Umschlagplatz für Massengüter und Yachthafen für Freizeitkapitäne gilt.
Den höchsten Punkt der Stadt markiert die Halde Schwerin mit 147 m über NN, den niedrigsten die Pöppinghauser Straße neben Haus Nr. 264 mit 50,2 m über NN. Die mittlere Höhenlage beträgt 98,6 m über NN. Die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 11,8 km und die West-Ost-Ausdehnung 9,3 km.
Folgende Städte grenzen an die Stadt Castrop-Rauxel. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden genannt: Recklinghausen, Datteln, Waltrop (beide Kreis Recklinghausen), Dortmund, Bochum, Herne. In Castrop-Rauxel und den angrenzenden Städten leben rund 1, 4 Millionen Menschen (Stand: 2005), was die Lage im Ballungsraum verdeutlicht.
Die einzelnen Stadtteile von Castrop-Rauxel blicken auf eine unterschiedlich lange eigene Geschichte zurück. Die Geschichte von Castrop lässt sich zum Beispiel bis zum Jahre 834 zurückverfolgen.
Die Stadt gliedert sich in 13 Stadtteile, von Nord nach Süd genannt: Henrichenburg, Ickern (16.710 Einwohner im Jahr 2003), Habinghorst (8.982 Einw.), Pöppinghausen, Deininghausen, Rauxel (11.703 Einw.), Bladenhorst, Castrop, Dingen, Schwerin, Obercastrop, Frohlinde und Merklinde.
Ursprünglich legten Römer in Castrop einen Militärposten an, da sich hier zwei Römerstraßen kreuzten. Nach und nach nutzten jedoch auch Händler diese Anlagen als Handelslager um ihre Waren zu deponieren. Auf dem Gelände der (späteren) Zeche Erin in Castrop befand sich eine germanische Siedlung, die vom Ende des 1. bis zum 5. Jahrhundert nach Christus enge wirtschaftliche Beziehungen zum Römischen Reich hatte.
Karl der Große legte im Sachsenkrieg entlang der Straßen Verpflegungslager und Stützpunkte an und er selber nutzte die Römerstraße bei seinem Marsch Richtung Norden. Diese mussten sich aus dem Land ernähren und waren früher noch als Reichshöfe bekannt. Diese Reichshöfe entwickelten sich zu Ortschaften, in diesem Fall wurde aus Castorp - Dorf am Speicher - Castrop.
834 wurde die Villa Castrop das erste mal urkundlich erwähnt. Im Jahre 1484 stellte Johann II. von Cleve den Bürgern einen Freiheitsbrief aus. 1902 entstand aus der Titularstadt Castrop und zwei weiteren Gemeinden die Stadt Castrop. Am 1. April 1926 wurde die Stadt Castrop-Rauxel aus Teilen der Stadt Castrop und des Amtes Rauxel gebildet. Sie gehörte zunächst zum Landkreis Dortmund. Am 1. April 1928 wurde Castrop-Rauxel wieder kreisfrei.
Am 1. Januar 1975 erfolgte im Zuge der Kommunalen Neugliederung die Eingliederung die Gemeinde Henrichenburg in Castrop-Rauxel. Gleichzeitig wurde sie kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen, wodurch sie auch vom Regierungsbezirk Arnsberg zum Regierungsbezirk Münster wechselte.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Castrop nur wenige hundert Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So forderten der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und eine Pestepidemie 1636 zahlreiche Todesopfer. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung sehr schnell. Lebten 1818 erst 646 Menschen in dem Ort, so waren es 1900 bereits 9.400. Einen Zuwachs von 5.000 Personen brachte 1902 die Eingemeindung von Behringhausen und Obercastrop. Am 1. April 1926 entstand durch den Zusammenschluss der Stadt Castrop und zehn Landgemeinden die neue Stadt Castrop-Rauxel mit 53.399 Einwohnern.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges führten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten zu einem starken Anwachsen der Einwohnerzahl. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der Stadt lag 1962 mit rund 22.000 Personen bei etwa einem Viertel. Im gleichen Jahr erreichte die Bevölkerungszahl mit 88.923 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Castrop-Rauxel nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 77.780 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das sind rund 13 Prozent (11.143 Personen) weniger als 1962.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Castrop (bis 1925) und Castrop-Rauxel (ab 1926) nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1699 | 320 | - | 1798 | 546 | - | 1818 | 646 | - | 3. Dezember 1849 ¹ | 1.190 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 2.105 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 3.724 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 4.988 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 9.400 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 16.422 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 18.516 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 17.358 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 18.485 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 18.961 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 18.480 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 58.372 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 56.610 | - | 31. Dezember 1945 | 54.653 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 58.292 | - | 13. September 1950 ¹ | 69.960 | - | 25. September 1956 ¹ | 83.376 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 87.910 | - | 31. Dezember 1965 | 87.909 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 27. Mai 1970 ¹ | 84.146 | - | 31. Dezember 1975 | 82.373 | - | 31. Dezember 1980 | 78.877 | - | 31. Dezember 1985 | 76.430 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 77.081 | - | 31. Dezember 1990 | 79.037 | - | 31. Dezember 1995 | 79.160 | - | 31. Dezember 2000 | 78.608 | - | 30. Juni 2005 | 77.780 |
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Nach der Kommunalwahl vom 26. September 2004 verteilen sich die 46 Sitze im Stadtrat folgendermaßen:
| SPD | CDU | FWI | Grüne | FDP | PBP | PDS | Gesamt |
| 20 | 16 | 3 | 3 | 2 | 1 | 1 | 46 |
(während der Kreisfreiheit Oberbürgermeister, sonst Bürgermeister)
Das Wappen der Stadt zeigt ein goldenes Andreaskreuz in blauem Feld, bei dem der rechte Balken über dem linken liegt. Die älteste erhaltene Urkunde, welche das Andreaskreuz zeigt, stammt aus dem Jahre 1512.
Die 1902 aus den Gemeinden Castrop, Obercastrop und Behringhausen gebildete Stadt Castrop übernahm als Stadtwappen das alte Wahrzeichen, das Andreaskreuz, mit den seit dem 17. Jahrhundert überlieferten Farben Blau und Gold. Der damalige Regierungspräsident von Arnsberg genehmigte die Führung des Stadtwappens am 28. Januar 1911. Aufgrund einer amtlichen, preußischen Vorschrift musste dem Wappen jedoch nun eine dreitürmige Mauerkrone aufgesetzt werden.
Am 30. August 1926 wurde dieses Wappen für die neue Stadt Castrop-Rauxel übernommen, was das preußische Staatsministerium am 24. November 1926 genehmigte. Am 15. Juli 1965 wurde die Mauerkrone, da historisch unbegründet, vom Wappenschild entfernt. Demnach wird das Stadtwappen seit dem 1. August 1965 wieder in seiner historisch überlieferten Form geführt.
Von 1950 bis 2000 war die niederländische Stadt Delft Partnerstadt von Castrop-Rauxel.
Das Westfälische Landestheater (WLT) hat seinen Sitz in Castrop-Rauxel. Das bekannte Callo-Theater Projekt hat ebenfalls seinen Sitz in Castrop-Rauxel.
Der Castrop-Rauxeler Korfball ist in Deutschland führend. Heimische Vereine stellen die Mehrheit der deutschen Nationalspieler und vertreten Deutschland seit Jahren im Europapokal. Seit dem Jahr 2003 ist Castrop-Rauxel die Beachtennis-Hochburg Deutschlands und stellt mit Spielern der Tennisabteilung des Ruderverein Rauxel e.V. Meister auf Deutschland- und Europaebene. Desweiteren ist die lokale Billard-Szene (Karambol) sehr ausgeprägt. Mit dem ABC Merklinde ist in der Saison 2006/2007 ein Castroper Billardverein in der 2.Bundesliga vertreten. Weitere traditionsreiche Castroper Billardvereine sind die Billardfreunde Schwerin, sowie der Billardclub Schwerin.
Von den ehemals reichlichen Großwerken in Castrop ist nur noch die Rütgers Chemicals AG, mit ca. 600 Mitarbeitern, übrig geblieben. Die restliche Wirtschaftsstruktur ist heute nahezu nur noch von mittelständischen und kleinen Unternehmen geprägt.
Durch das Stadtgebiet führen die Bundesautobahnen A 2 Oberhausen-Hannover, die A 45 Dortmund-Aschaffenburg und A 42 Duisburg-Dortmund. Die Bundesstraße B 235, mit Anschluss an die A 40/B 1, durchquert die Stadt von Nord nach Süd.
Am öffentlichen Personennahverkehr ist Castrop-Rauxel vom Hauptbahnhof mit der S- und Bundesbahn (Köln-Mindener-Strecke) und am Haltepunkt Castrop-Rauxel-Süd und Castrop-Rauxel-Merklinde mit der Emschertalbahn angeschlossen (S-Bahn-Verkehr in Planung).
Innerhalb Castrop-Rauxels fahren 14 Buslinien, davon zwei Nachtexpress-Linien. Die Zentralhaltestelle ist der Busbahnhof Castroper Altstadt, Münsterplatz.
Durch die nördlichen Stadtteile fließt die Emscher. Der Rhein-Herne-Kanal verbindet Castrop-Rauxel mit dem deutschen Wasserstraßennetz.
Fluss und Kanal kreuzen sich am Emscherdüker in Henrichenburg, die Emscher wird unter dem Rhein-Herne-Kanal durchgeleitet. Zugleich ist dies der östliche Beginn der bis Oberhausen reichenden Insel zwischen Kanal und Fluss, die im Zuge der Renaturierung der Emscher weiter landschaftlich aufgewertet werden soll.
Castrop-Rauxel | Ort in Nordrhein-Westfalen | Kreis Recklinghausen | Ruhrgebiet
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