Caspar Neher (* 11. April 1897 in Augsburg; † 30. Juni 1962 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Bühnenbildner. Er ist u.a. wegen seiner lebenslangen Zusammenarbeit mit Bert Brecht bedeutend.
1919 (es war die Zeit der Bayerischen Räterepublik) wird er an der Münchner Akademie der Bildenden Künste zum Studium zugelassen. Brechts Baal mit Zeichnungen von Neher erscheint im Berliner Musarion-Verlag.
1921 entwirft er die Bühnengestaltung für Brechts Trommeln in der Nacht (die aber von den Münchner Kammerspielen zurückgewiesen wird), 1923 die für Kleists Käthchen von Heilbronn. Er gibt seine Versuche als Drehbuchautor auf und konzentriert sich auf die Szenographie.
1923 heiratet er Erika Tomquist.
1933 fährt er Kurt Weill nach Paris, arbeitet während der Nazi-Zeit weiter in Deutschland. Ab 1946 wieder Kontakt mit Brecht. 1948 österreichischer Staatsbürger, arbeitet u.a. für die Salzburger Festspiele, daneben in Zürich, München und Berlin. 1954 wird er technischer Direktor bei den Münchner Kammerspielen. Von 1958 ist er bis zu seinem Tod Professor für Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Mann | Deutscher | Österreicher | Geboren 1897 | Gestorben 1962 | Bühnenbildner
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