| Stadtflagge | Stadtwappen |
|---|---|
| Cartagena_de_Indias_(bandera).svg | Blank.png |
| (Details) | (Details) |
| Basisdaten | |
| Fläche: | 572 km² |
| Einwohner: | 952.036 (Stand Januar 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | Einwohner/km² |
| Höhe: | 2 m ü. NN |
| Telefonvorwahl: | 5 |
| Geographische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | UAI u.a. |
| Stadtgliederung: | |
| Offizielle Website: | alcaldiadecartagena.gov.co |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Nicolás Curi Vergara |
Cartagena de Indias ist eine Stadt in Kolumbien, Hauptstadt des Departements Bolívar mit 952.036 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005). Der Name der Stadt leitet sich ab von carthago nuevo -- Neu-Karthago. Cartagena in Colombia.png
Auch die niederländischen und englischen Sklavenschiffe, soweit sie überhaupt in spanische Häfen in Amerika einlaufen durften, mussten nach Cartagena. Aus diesem Grund wurde Cartagena häufig von englischen und französischen Piraten attackiert und mehrfach geplündert, so zum Beispiel 1544, 1560 und 1588 durch Sir Francis Drake, 1697 von französischen Piraten. Nach seinem Einfall befestigten die Bewohner die Stadt mit einem 11 km langen Schutzwall und die riesige Wehranlage San Felipe. Die Einfahrt in die Bucht säumen zwei Forts, San José und San Fernando, an denen schwer vorbeizukommen war.
Cartagena - Fortaleza San Felipe de Barajas - 20050430bis.jpg
Auch die Kirchen in der Stadt gleichen Wehrbauten. 1575 bis 1585 wurde an der Kathedrale gebaut, 1570 bis 1612 wurde das Kloster Santo Domingo errichtet; im 17. Jahrhundert kam das Jesuitenkloster La Compania hinzu. Schon 1610 wurde die spanische Inquisition auch in Cartagena eingeführt, die 1770 einen eigenen Palast bezog und hier eine mächtige Rolle spielte. Cartagena wurde als die Perle von Las Indias bezeichnet, galt nach einem Überfall englischer Piraten 1741, gegen den sich Cartagena behaupten konnte, zeitweilig als uneinnehmbar und als das Beispiel spanischer Militärarchitektur.
Der Jesuit Pedro Claver beschränkte im 17. Jahrhundert seine Hilfe für die zahllosen schwarzen Sklaven, die hier versteigert wurden, nicht auf Massentaufen, sondern bemühte sich in tätiger Nächstenliebe als Arzt um die Verbesserung der menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen sie zu leiden hatten und wurde dafür von der Katholischen Kirche Heilig gesprochen. Am 31. März 1741 wurde hier im Zuge des War of Jenkins' Ear die Schlacht von Cartagena zwischen der englischen Armada mit 186 Schiffen unter dem Kommando des englischen Admirals Edward Vernon und den Verteidigern Cartagenas unter Don Blas de Lezo ausgetragen. Sunset-cartagena-tower-Igvir.jpg Im November 1811 erklärte der Befreier Südamerikas Símon Bolívar unter dem Eindruck der französischen Revolution und der napoleonischen Besatzung des Mutterlandes die Unabhängigkeit auch für Cartagena und das Ende der Inquisition. Doch die Spanier wollten ihre Kolonien nicht so widerspruchslos ziehen lassen: Im Dezember 1815, nach dem Abzug der napoleonischen Truppen aus Spanien und der Wiederherstellung der spanischen Monarchie eroberten spanische Verbände unter Pablo Morillo die Kolonie zurück. Erst nach der Schlacht von Boyacá 1821 und weiteren Zusammenstößen im Frühjahr 1822 erlangte Cartagena gemeinsam mit der Kolonie die international anerkannte Unabhängigkeit vom spanischen Mutterland.
Der Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez setzte Cartagena im Roman Die Liebe in den Zeiten der Cholera aus dem Jahre 1985 ein Denkmal. In Cartagena fand 1990 der Drogengipfel mit den Präsidenten Kolumbiens, Perus, Boliviens und der USA statt, auf dem Maßnahmen gegen den Anbau von Coca und die Gewinnung von Kokain besprochen wurden.
Das komplett ummauerte alte Stadtzentrum mit Festungsring und den Stadtteilen Centro mit der Kathedrale und zahllosen Palästen im andalusischen Stil, San Diego, dem Viertel der Händler und der zahlenmäßig kleinen Bourgoisie sowie Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, das aus dieser Zeit stammt, wurde 1959 zum nationalen Kulturerbe erklärt und ist seit 1984 (UNESCO-Weltkulturerbe). Auf einer Landzunge neben der ummauerten Altstadt liegt die riesige Hotelzone, Bocagrande.
Cartagena hat eine Universität, ist Sitz eines Erzbischofs, verfügt über den wichtigsten Erdölhafen Kolumbiens und besitzt einen internationalen Flughafen. Erdölraffinerien, chemische und petrochemische Industrie sind hier angesiedelt.
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"Cartagena (Kolumbien)".
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