CarminaBurana2.jpg | Wurfzabel.jpgspielern aus dem Codex Buranus]] Die Carmina Burana (lat. „Beurische Lieder“ oder „Lieder aus Benediktbeuern“) enthalten im 11. und 12. Jahrhundert entstandene Lied- und Dramentexte, vorwiegend moralische Lieder, Minne- und Trinklieder und geistliche Dramen (siehe auch Vagantendichtung). Insgesamt enthalten die Carmina Burana über 240 Stücke, zum Teil mit Melodien.
Die Carmina Burana wurden 1803 durch Johann Christoph von Aretin im Kloster Benediktbeuern wiederentdeckt. Im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift, der sogenannte Codex Buranus, nach München in die heutige Bayerische Staatsbibliothek (Signatur: clm 4660/4660a).
Die vorwiegend in Mittellatein (daneben auch mit altfranzösischen und mittelhochdeutschen Strophen gemischt) verfassten Texte wurden von Johann Andreas Schmeller ediert und 1847 als Carmina Burana - Lieder aus Benediktbeuern herausgegeben.
Bei einem Teil der Lieder enthält der Codex Buranus auch Notierungen der Melodien, allerdings in Form von linienlosen Neumen, die den melodischen Verlauf nur ungefähr wiedergeben. Zu einem Teil der Lieder lassen sich allerdings auch durch Parallelüberlieferung in anderen Handschriften die originalen mittelalterlichen Melodien rekonstruieren.
Am 8. Juni 1937 wurde sein Werk in der Oper zu Frankfurt am Main uraufgeführt.
Orff wählte eine Gliederung in drei Teile:
Eingerahmt wird das Werk von einem mächtigen Chor zu Ehren der Schicksalsgöttin Fortuna („Fortuna Imperatrix Mundi“), die das Schicksal der Menschen letztlich bestimmen soll.
Nach der Komposition von Catulli Carmina und Trionfo di Afrodite faßte Carl Orff die Carmina Burana mit diesen unter dem Titel Trionfi zusammen. Aufführungen des gesamten Triptychons sind aber die Ausnahme geblieben.
Weitere Interpretationen einzelner Texte der Carmina Burana, welche die mittelalterliche Lyrik mit modernen elektronischen Melodien oder Rock-Elementen verbinden, findet man u.a. bei folgenden Ensembles (Auswahl):
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