Rolls-Royce begann als Hersteller der berühmten luxuriösen Rolls-Royce Automobile und ist mittlerweile ein aus mehreren Firmen bestehender international tätiger Konzern.
Zum Einsatz kamen V8-Maschinen mit 6,2 und 6,75 Liter Hubraum. RR-Motoren vor dem zweiten Weltkrieg weisen zum Teil eine Gaswechselsteuerung per Knight-Schieber auf, um einen äußerst ruhigen Lauf zu erreichen.
Bis 1998 weigerte sich Rolls-Royce, PS-Angaben zu machen und begnügte sich mit dem Hinweis, es sei "genügend" Leistung vorhanden, so zumindest in England. In Deutschland war die PS-Angabe seit jeher Bestandteil des Fahrzeugsbriefs.
Oft wurden Autos mit ausgefallenen Sonderausstattungen bestellt, beispielsweise mit einer Badewanne oder einem Klavier.
1971 meldete Rolls-Royce Konkurs an, da die Entwicklung eines Dreiwellentriebwerkes für die Lockheed L-1011 TriStar sie in finanzielle Schwierigkeiten stürzte. Die britische Regierung verhinderte den Zusammenbruch mit einem großen Aufwand an Steuergeldern, d.h. Rolls-Royce wurde verstaatlicht, und 1973 wurde der Triebwerks-Hersteller vom Automobil-Hersteller getrennt. Der Automobil-Hersteller firmierte nun unter dem Namen Rolls-Royce Motor Cars und der Triebwerks-Hersteller nach der Reprivatisierung 1987 als Rolls-Royce plc. 1980 wurde Rolls-Royce Motor Cars von dem Rüstungskonzern Vickers übernommen. 1998 wollte Vickers Rolls-Royce Motor Cars verkaufen und alles sprach für einen Zuschlag für BMW, da BMW bereits Motoren für Rolls-Royce- und Bentley-Wagen lieferte. Jedoch wurde BMW von Volkswagen überboten; Volkswagen übernahm Rolls-Royce. Nun wollte aber Rolls-Royce plc, die nach wie vor die Rechte an dem Markennamen Rolls-Royce besaßen, diese nicht an Volkswagen, sondern an BMW weitergeben, da sie mit BMW zusammen Flugzeug-Triebwerke herstellten (BMW-Rolls-Royce). Volkswagen besaß nun zwar das Werk und die Rechte an der „Spirit of Ecstasy“, nicht aber die an dem Namen Rolls-Royce. Daher wurde vereinbart, dass ab 2003 Rolls-Royce und Bentley getrennt werden sollten, und Volkswagen Bentley behalten, BMW aber Rolls-Royce übernehmen solle.
Im Jahre 2003 stellte BMW den ersten selbstentwickelten Rolls-Royce nach der Übernahme vor. Das Modell Phantom besitzt einen ebenfalls neuentwickelten 6,75 Liter-V12-Motor. Die Karosserie aus Aluminium wird in modernster Space-Frame-Bauweise von Hand zusammengeschweißt.
Der bis dahin gebaute Achtzylinder gleicher Hubraumgröße findet heute noch mit zwei Turboladern bestückt in den großen Modellen von Bentley Verwendung (nun im Besitz des VW-Konzerns) und stammt im Ursprung aus den 50er Jahren.
Verschiedene Baugruppen des Phantom entstehen in deutschen Standorten der BMW-Gruppe, so beispielsweise die gesamte Karosserie im Aluminium-Kompetenzzentrum des BMW-Werks Dingolfing, oder der V12-Motor im Werk München. Die gesamte Montage und Individualisierung erfolgt hingegen im neuen Werk im britischen Goodwood.
Während 2003 ca. 300 Autos für mindestens 320.000 Euro den Weg zu ihren Kunden fanden, waren es 2005 796 Exemplare. Ursprünglich hatte man mit 1.000 Verkäufen pro Jahr kalkuliert.
Die Innenausstattung wurde 2005 überarbeitet und u.a. durch das "Division Wall-Package" ergänzt. Neben den schon üppigen Besonderheiten wie einem Regenschirm in der Tür ist nun auch ein aus dem Dachhimmel ausklappbares DVD- und TV-Entertainmentsystem serienmäßig lieferbar. Zudem kann sich der Gefahrene, sofern er die optionale Trennscheibe bestellt, mittels eines Klappmoduls mit dem Fahrer unterhalten. Nach wie vor verlassen die meisten Fahrzeuge das Werk mit sehr individuellen Extras jenseits der Serienausstattung.
Lord John Walter Edward-Scott-Montagu, damals Herausgeber von "The Car", ließ sich von seinem Freund, dem Bildhauer Charles Sykes, für seinen privaten Rolls-Royce eine Kühlerfigur gestalten. Vorbild mag eine Statue der Göttin Nike von Samothrake gewesen sein. Im wirklichen Leben aber stand seine Sekretärin (und wohl auch Geliebte) Eleanor "Emily" Velasco Thornton für die Skulptur Modell, die der Künstler "The Whisper" (Das Flüstern) nannte. Die Idee des Lords schlug ein; jeder Autofahrer wollte nun eine Kühlerfigur haben.
Lord Montagu vermittelte Sykes den Auftrag von Rolls-Royce, eine Kühlerfigur zu gestalten. Das Ergebnis ähnelte "The Whisper" sehr, was nicht besonders erstaunt, da wiederum Emily Thornton Modell stand. Ursprünglich sollte die Figur Spirit of Speed heißen, aber dieser Name erschien Rolls-Royce als unenglische Prahlerei. Daher nannte man die Kühlerfigur Spirit of Ecstasy.
Henry Royce selbst mochte Kühlerfiguren nicht. Sie waren in seinen Augen modischer Schnickschnack, die die Linien seiner Autos störten. Der Auftrag zur Gestaltung war vergeben worden, als er krankheitshalber nicht in der Firma war. An seinem persönlichen Rolls-Royce war normalerweise keine Kühlerfigur montiert.
Eleanor "Emily" Thornton sollte den Erfolg der Figur nicht mehr erleben. Lord Montagu hatte ein Kommando in Indien übernommen, und sie begleitete ihn. Ihr Schiff wurde am 30. Dezember 1915 in der Nähe von Kreta torpediert und sank. Eleanor Thornton überlebte den Schiffbruch nicht. Lord Montagu wurde ebenfalls für tot gehalten, aber einige Tage später gerettet.
Jede Kühlerfigur wird individuell im Wachsausschmelzverfahren hergestellt, deswegen weisen die Exemplare minimale Unterschiede auf.
Verfügbar sind für zivile Flugzeuge die Triebwerksmodelle:
Verfügbar sind für militärische Flugzeuge die Triebwerksmodelle:
Insbesondere für die britischen Streitkräfte wurden an Fahrzeug- und Panzertriebwerken nach einem Baukastensystem die folgenden Triebwerksmodelle gebaut:
Weitere Produkte sind Antriebe und Propeller für Schiffe sowie Turbinen und Generatoren für Elektrizitätswerke und die Energietechnik.
Bis heute wurden folgende Triebwerke in Deutschland produziert:
Automobilhersteller | Triebwerkshersteller | Rüstungshersteller | Unternehmen (Großbritannien) | Rolls-Royce | Gegründet 1906
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