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Carl Van Vechten.jpg Carl van Vechten (* 17. Juni 1880 in Cedar Rapids, Iowa; † 21. Dezember 1964 in New York) war ein US-amerikanischer Fotograf und Autor. Er war bekannt als Unterstützer der Harlem Renaissance und der Verwalter eines literarischen Nachlasses von Gertrude Stein.

Leben


Sein Studium an der University of Chicago schloss er 1903 ab, drei Jahre danach zog er nach New York City wo er als Journalist arbeitete. Nach einer frühen aber unglücklichen ersten Ehe heiratete er 1914 seine zweite Frau die Schauspielerin Fania Marinoff. Auch wenn er mit ihr bis an sein Lebensende verheiratet war, war er doch homosexuell. Dies stellte sich heraus, als man 25 Jahre nach seinem Tod einige unter Verschluss gehaltene Schriftstücke und Fotografien in Augenschein nahm.

Gertrude Stein traf er erstmals 1913 in Paris, sie waren zeitlebens in Kontakt und vor ihrem Tod verfügte sie dass Van Vechten ihren literarischen Nachlass verwalten solle. Er half für die unveröffentlichten Werke einen Verlag zu finden. Auf ähnliche Weise unterstützte er auch die afroamerikanische Schriftstellerin Nella Larsen.

Anders als Langston Hughes fand er selbst im hohen Alter noch die Kraft, sich, während des Kalten Krieges in den 1950er Jahren, gegen die anti-kommunistische Hetze von Senator McCarthy zur Wehr zu setzen ohne dass er sich von seinen Anschauungen distanzierte.

Der Schriftsteller


Zwischen 1915 und 1920 erschienen mehrere Bücher mit Essays von Van Vechten, die Themen waren zum Beispiel Musik und Literatur. 1920 erschien sein Buch über Katzen, „The Tiger in The House“. Zwischen 1922 und 1930 wurden sieben Romane veröffentlicht.

Van Vechten interessierte sich sehr für afroamerikanische Schriftsteller und Künstler und unterstützte viele der wichtigen Vertreter der Harlem Renaissance darunter Langston Hughes und Wallace Thurman. Anders als Charlotte Mason pflegte er aber mit seinen Schützlingen weitaus freundschaftlichere Beziehungen.

Sein kontroverser Roman „Nigger Heaven“ erschien 1926, er handelt vom hemmungslosen und obszönen Nachtleben Harlems, welches van Vechten mit viel Details schilderte. Vor allem von etablierten Kritikern, schwarz wie weiß, muss van Vechten Kritik einstecken, z.B. dass er die negativen Stereotypen der Afroamerikaner beschreiben würde und der Roman ein „Affront gegen die Gastfreundschaft der Schwarzen und die Intelligenz der Weißen ist“ (W.E.B. DuBois). Dennoch wurde der Roman ein Bestseller der das wilde Leben Harlems in die Wohnzimmer und Lesestuben brachte. Vor allem junge Künstler innerhalb der Harlem Renaissance verteidigten van Vechten

Der Großteil der Briefe und Schriftstücke von van Vechten sind heute in der Beinecke Library der Yale University zu finden.

Der Fotograf


Mit der Portrait-Fotografie begann Van Vechten in den 1930ern nach seiner schriftstellerischen Laufbahn. Unter seinen Modellen waren Gertrude Stein, F. Scott Fitzgerald, Bessie Smith und Billie Holiday.

Werke


Bücher

  • 1918 The Music of Spain
  • 1920 The Tiger in The House
  • 1922 Peter Whiffle: His Life and Works
  • 1924 The Tattooed Countess
  • 1926 Nigger Heaven
  • 1928 Spider Boy
  • 1922-30 The Splendid Drunken Twenties: Selections from the Daybooks
  • 1932 Sacred and Profane Memories (autobiographisch)

Fotografien

Jimmy Stewart.jpg | Frida Kahlo Diego Rivera 1932.jpg Carl van Vechten hat viele bekannte Persönlichkeiten fotografiert (Auswahl):

Weblinks


Mann | US-Amerikaner | Geboren 1880 | Gestorben 1964 | Fotograf | Autor | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Englisch)

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